Sonntag, 29. Juni 2008

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es gibt jetzt auch Beweisfotos aus der Südsee :-)

Mobil in Moorea!

Bei meinem Abflug von Huahine hat der Pilot netterweise eine Runde entlang der Insel gedreht, so dass ich doch noch einen Eindruck hatte, wo ich eigentlich war.

Der Flug nach Moorea (wird übrigens hier Mo-orea gesprochen) war diesmal richtig lange, 30 Minuten!

http://www.gomoorea.com/moorea_photos__

Diesmal hatte ich es gewagt und mir ein Auto bei Europcar gebucht. Bei meiner Ankunft war aber niemand am Flughafen wie abgesprochen (nicht, dass ich es wirklich erwartet hätte) und das Telefon funktionierte nicht. Also habe ich spontan ein Auto bei Avis reserviert, ich hatte keine Zeit da es schon 14 Uhr war.

Also bin ich mit meinem kleinen Fiat Panda losgezuckelt. Etwas aufgeregt und unsicher. Das erste mal alleine unterwegs im Auto! Zuerst wusste ich tatsächlich nicht, auf welcher Seite ich fahren sollte. Hier ist Rechtsverkehr aber die letzten Urlaube bin ich immer links gefahren und in Deutschland schon seit Jahren nicht mehr! Als mir dann ein Bus auf meiner Seite entgegenkam, wusste ich es dann ;-) Auch an die Gangschaltung hatte ich mich wieder schnell gewöhnt und los gings. Die Unsicherheit war schnell verflogen und ich hatte richtig Spaß daran, endlich unabhängig zu sein.

Ich bin dann die berühmten Buchten Cooks Bay und Opunohu Bay entlanggefahren und auch zum Aussichtspunkt Le Belvedere. Verfahren kann man sich hier ja nicht, weil es einfach einmal rund geht –praktisch :-)

Gegen Abend bin ich zum Campingplatz Chez Nelson gefahren, um mein Auto dort zu parken. Übernachten wollte ich diesmal im Auto, wo ich schon mal den Luxus hatte wollte ich nicht noch mehr Geld ausgeben. Der Campingplatz war wirklich prima und gleich am Meer. Abends war ich noch etwas essen, um den Abend so lang wie möglich zu strecken, da ich ja kein Zimmer hatte.

Um 20 Uhr ging es dann los. Da ich noch nie im Leben in einem Auto übernachtet hatte (wirklich wahr!) musste ich die richtige Schlafposition finden. Das war nicht so einfach aber zum Schluss hatte ich mich für die Variante Kopf auf dem Rücksitz in der hintersten Ecke und Beine auf dem zurückgelehnten Vordersitz der Fahrerseite gelegt, entschieden. Nachdem ich auch noch eine lästige Mücke gefunden und erlegt hatte konnte der Schlafversuch beginnen. Es hat auch tatsächlich –nur mit einigen Unterbrechungen-funktioniert und ich wurde um 6 vom Wecker geweckt.

Dann ein Kontrastprogramm: vom Auto zum Interconti, wo ich die nächsten drei Nächte verbringen würde ;-) Grösser hätte der Sprung wohl nicht sein können. Ich hatte das Hotel (unvernünftigerweise )ein paar Wochen vorher gebucht-bei 50 % Lufthansa Discount konnte ich einfach nicht nein sagen... Trotzdem war es natürlich noch viel zu teuer aber ich habe mich schon sehr drauf gefreut.

Ich habe mein Gepäck also dort abgegeben und habe dann das Auto noch genutzt und bin die ganze Runde um die Insel gefahren. Das war herrlich morgens um 7 Uhr. Es war Sonntag und ich habe mitbekommen wie die Leute in die Kirche gegangen sind und es war alles noch ganz ruhig. Das Fahren hat wirklich Spaß gebracht. Diesmal war ja niemand da, der fotografieren konnte, also habe ich das selber übernommen. War ganz lustig, gleichzeitig zu fotografieren/ filmen, links und rechts zu schauen, ob ich etwas Interessantes sehe, wo ich anhalten könnte und auch noch zu fahren. Dazu habe ich polynesische Folkloremusik gehört, das passte so schön zur Stimmung der Insel. Die Leute hinter mir waren sicher sehr begeistert, das ich mit 40 km/h durch die Gegend geschlichen bin ;-)

Ich konnte gar nicht aufhören, überall zu stoppen immer gab es etwa Neues zu sehen. Was ich nicht gefunden habe sind Ananasbäume, dabei ist Moorea doch die Insel der Ananas! Die Plantagen wären wohl mehr im Inneren der Insel gewesen.

Wieder am Hotel angekommen habe ich mein Auto abgegeben und musste noch ein paar Stunden auf mein Zimmer warten. Ich habe mir das Hotel angesehen. Es ist wirklich toll angelegt, das Meer läuft quasi wie ein Fluss durch die Anlage, dazwischen die Bungalows, der Strand. Sehr schön! Die Fotos werden Euch gefallen.

Einen kleinen Schock gab es für mich mal wieder: der Pool sollte in dieser Woche repariert werden und stand nicht zur Verfügung. Als Alternative würde man zu einer anderen Insel gefahren. Aber das war für mich als Poolfan kein großer Trost. Ich liebe es, im Pool zu schwimmen noch eher als im Meer und so war ich schon ziemlich traurig. Zumal man da ja schon Pech haben muss, wenn es ausgerechnet die paar Tage trifft die ich mir hier gönne! Es sollte doch alles perfekt sein!!

Dafür habe ich aber ein tolles Zimmer mit Balkon und Meerblick bekommen, richtig schön und vor allem endlich einmal richtig sauber!

Für den nächsten Tag stand mein Highlight an: hier im Hotel gibt es den Dolphin Encounter, wo man verschiedene Programme mit den Delfinen mitmachen kann.

http://www.mooreadolphin.com/articles.php?idversion=2

Da ich es aber nicht abwarten konnte und das Wetter gerade gut war, habe ich es auf denselben Nachmittag vorverlegt. War ich aufgeregt, endlich einmal Delfine nicht nur beobachten zu können sondern ihnen wirklich nah zu sein! Leider fing es pünktlich um 14:45 an zu regnen und zu stürmen und es war ziemlich kalt. Trotzdem konnte das Programm stattfinden. Erst wurde einem alles Mögliche über Delfine erzählt, z.B. das es 36 verschiedenen Arten gibt. Hier im Encounter waren es die Bottlenose Dolphins, die ganz schön groß sind. Dann ging es ins Wasser und wir hatten die Möglichkeit, die Tiere zu streicheln und ihnen bei ihren Kunststücken unter und über Wasser zuzuschauen. Das war toll. Sie haben unheimlich viel Kraft. Das habe ich auch gemerkt als er mich einmal mit seiner Schwanzflosse am Bein getroffen hat. Das tat vielleicht weh! Die Flosse ist ganz hart wenn man sie anfasst. Dann gab es noch ein Erinnerungsfoto und Abschiedskuss mit Delfin und mir ;-) Gottseidank hatte ich aber auch meinen persönlichen Fotografen. Ich hatte jemanden gebeten doch ein Foto von mir zu machen und er hat tatsächlich die ganze Zeit abgewartet und viele Bilder gemacht. Super! Das war schon ein tolles Erlebnis und ich kann wieder einen Punkt meiner Liste „Was ich unbedingt einmal erleben möchte“ streichen ;-)

Die nächsten beiden Tage habe ich einfach alles genossen und ausgekostet, mit viel Sonne und ohne Sturm!! Ich bin durch die Anlage geschlendert, die so groß ist, das man richtige Spaziergänge machen kann. Dann habe ich einen herrlich ruhigen Platz gefunden, wo man auch prima schwimmen konnte weil das Meer dort ruhig war. Das hat den fehlenden Pool dann doch ersetzen können. Ich wusste fast gar nicht, wo ich mich am liebsten überall aufhalten sollte weil es so viele schöne Flecken gab. Auch der Balkon war ja nicht zu verachten.

Zwischendurch habe ich auch mal die Delfine besucht und bei den Programmen zugeschaut. Auch das Schnorcheln war toll, man kann eine richtig große Tour durch die Anlage schnorcheln und ich habe schöne bunte und auch große Fische gesehen.

Am letzten Tag wurde es nochmal richtig aufregend. Da es ja genau 12 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland sind, konnte ich das Fußballspiel Deutschland-Türkei beim Frühstück im Bett schauen. Alleine ist sowas etwas schwierig weil ich mich eigentlich gerne laut mitteile wenn ich aufgeregt bin oder mich aufrege ;-)

Dann musste ich leider auschecken, konnte aber noch ein paar Stunden am Strand verbringen. Nachmittags ging es zum Flughafen. Dort wurde ich gefragt, ob ich gleich nach Papeete fliegen möchte statt um 18 Uhr. Na klar, da komm ich doch mit! Auf gings ohne Bordkarte im Miniflieger mit sechs Sitzen und der Durchsage: Willkommen auf unserem 3minütigem Flug nach Papeete..!

Dort begann meine 9stündige Wartezeit auf meinen Flug nach Sydney um 2.15 Uhr nachts….

Huahine und weg

Morgens um 7.30 Uhr ging dann mein (diesmal 10minütiger) Flug nach Huahine. Mir fällt hier überhaupt nicht schwer, so früh unterwegs zu sein. Da ich ja ab 18 Uhr schon drinnen bin, ist es schön wenigstens etwas vom Morgen zu haben.

In Huahine hatte ich ein 8-Bett Zimmer in einer Pension Chez Guynette gebucht. Ich habe aber ein Einzelzimmer bekommen für den gleichen Preis (mit 40 Euro für 3 Nächte unschlagbar). Das war wirklich supernett. Die Familie führt die Pension erst seit zwei Monaten und kommt eigentlich aus Monaco! Was für ein Unterschied zum Leben hier…

http://www.iaorana-huahine.com/en/guynette.html

Die Unterkunft liegt gleich in der „City“, die ich schon gleich recht lustig fand. Es ist hier noch so urig und es gibt fast keine Touristen, so kommt es mir zumindest vor. Gleich morgens spielte eine Band auf der Straße vor dem Supermarkt und alle Leute nahmen sich die Zeit und hörten zu. Eilig hat es hier sowieso niemand. So bekomme ich auf jeden Fall südseeleben pur mit.

Schön ist auch, dass es 5 Minuten entfernt ganz schöne Strände und einsame Buchten mit puderweichem Sand gibt.

Die Abende sind allerdings hier ziemlich einsam. Wenn es dunkel wird, wird es irgendwie auch ungemütlich draußen, es gibt kaum einen Platz wo man sitzen kann, so bleibt nur das Zimmer und ich bin froh wenn der Abend vorbei ist. Unterhalten kann man sich eh mit niemandem weil Englisch hier die exotischste Sprache ist. Überhaupt treffe ich überall zu 90 % französische Touristen, warum auch immer! Ich weiß es nicht. Ob es wirklich nur daran liegt, dass Französisch Polynesien zu Frankreich gehört und hier französisch gesprochen wird? Aber trotzdem ist die Südsee ja nicht gerade um die Ecke…

Bald ging mir die Urigkeit aber doch auf den Nerv weil es, wie überall bisher, so schwer war an Informationen zu kommen. Mit einer Tour war es nicht so einfach aber am Ende habe ich doch etwas bekommen. Es ist auch die einzige Möglichkeit. Mit dem Fahrrad ist es wohl schwer, ans Ende der Insel zu kommen und wenn ich ein teures Taxi nehme kann ich auch gleich die Tour buchen. Eigentlich hatte ich gar keine Lust dazu aber es ist auch schade, nur an einem Ort zu bleiben und dann wieder abzureisen, ohne einen Eindruck von der Insel zu haben.

Allerdings habe ich mir trotzdem gedacht, dass ich einen Tag früher nach Moorea weiterfliegen will weil ich nicht weiß, was ich zwei volle Tage hier machen soll, einer reicht vollkommen.

Auch hier wäre ich fast verzweifelt als ich in der Telefonzelle stand und versucht habe, telefonische eine Pension in Moorea für die zusätzliche Nacht und eine Inselsafari zu finden.

Also wirklich, sobald man die Touristenpfade und Hotels verlässt wird es sehr nervenaufreibend und kompliziert. Für Individualtouristen ist das hier kein Spaß finde ich.

Das denke ich im Moment, wobei es natürlich auch immer wieder Lichtblicke gibt. Es ist ja schon auch ganz witzig und interessant, alleine das Leben der Einheimischen in den Städten mitzukriegen. Zum Beispiel die alte Frau, die sich ihr Abendessen vor der Haustür angelt ;-)

Am nächsten Morgen kam auch das Auto der Tour, die ich gebucht hatte. Auf meine Frage, ob sie denn stattfindet meinten sie, nein heute gäbe es eine private Tour die ausgebucht wäre, morgen sollte ich wiederkommen. Dann haben sie über die dumme Touristin gelacht, die tatsächlich dachte man hätte etwas für sie gebucht! Ich kam mir ziemlich veräppelt vor und war frustriert. Gut Geld gespart aber es war auch meine einzige Chance hier etwas anzusehen.

Als ich zu Post ging sah ich zufällig im TV dort, dass das Spiel Deutschland-Portugal lief! Es war gerade Halbzeit und ich fragte, ob ich den Rest des Spieles dort schauen könne. So kam es also, dass ich die schauspielerischen Leistungen der Portugiesen, die spielerischen Leistungen der deutschen Mannschaft und unseren Einzug ins Halbfinale in der Post von Huahine verfolgte ;-) Es gesellten sich immer mehr Leute dazu und ich war stolz, deutsche zu sein. Die Postangestellten haben sich auch für mich mitgefreut, als wir 3:2 gewonnen haben :-)

Ernährt habe ich mich übrigens von Tütensuppen, die ich aus Neuseeland mitgebracht habe weil ich dachte es gäbe hier nichts zu kaufen bzw. nur sehr teuer. Alles quatsch. Natürlich gibt es hier Supermärkte, wo man prima günstig einkaufen kann. Irgendwie müssen sich die Einwohner ja auch ernähren ;-)

Den Tag verbrachte ich dann meist am Laptop weil es viel regnete. Die regenlose Zeit am Strand war aber wunderschön. Ich bin im glasklaren Wasser geschwommen, wie ein Swimmingpool und man braucht keinen Schnorchel. In meiner Lieblingsbucht habe ich die Stille genossen, neben mir nahmen gerade eine Mutter mit ihrem Sohn die Fische fürs Abendessen aus (ja irgendwie romantisch ;-)) An einem weiteren ganz einsamen Strand habe ich dann, auf einem noch von der Sonne aufgeheizten Stein sitzend, den Sonnenuntergang beobachtet. Das war so schön so völlig abseits vom stressigen Leben. Alles war auch so familiär, jeder kannte jeden und bald hatte ich das Gefühl, hier schon ewig zu sein.

Diese schönen Momente haben mich wieder versöhnt. ..

Freitag, 20. Juni 2008

Kofferlos in Raiatea und traumlos in Tahaa

Am nächsten Morgen also flog ich mit etwas Verspätung nach Raiatea. Das war mit 15 min. glaube ich der kürzeste Flug meines Lebens ;-) Bei der Landung hatte ich zum 2. Mal im Leben Flugangst. Wir flogen ziemlich nah über dem Meer und drehten Runden, es wackelte und stürmte und wir hatten einige Luftlöcher. Von der Landebahn keine Spur, die lag quasi mitten im Meer und bis zum Schluss konnte man sie nicht sehen und es sah so aus als würden wir im Wasser landen. Völlig untypisch für mich habe ich mich am Sitz festgekrallt und die Augen geschlossen...

Nachdem ich mich wieder erholt hatte, der nächste Schock. Mein Koffer war nicht dabei und als beide Kofferwagen leergeräumt waren, machte ich mir Sorgen und frug nach. Keine Reaktion. Eine andere Familie vermisste auch ihre Koffer, allerdings stand auf deren Gepäckabschnitt auch Papeete, die nächste Station des Fliegers. Auf meine aufgeregte Anfrage, ob man die Koffer denn nicht aus der wartenden Maschine holen könne bevor sie abfliegt antwortete man mir schlicht „nein“, die Koffer werden dann nachgeschickt. Toll. Danach wurde ich nur noch ignoriert. Gottseidank wartete der Pensionsbesitzer Max schon auf mich und konnte mit den Leuten reden. Angeblich sollten die Koffer nachmittags nachgeschickt werden. Na supi. Gottseidank hatte ich in weiser Voraussicht (im Reiseführer stand, das die Koffer manchmal aus gewichtsgründen nicht mitgenommen werden) eine Nottasche mit Kleidung und zum ersten mal auch Zahnbürste gepackt. Ich hatte irgendwie die ganze Zeit schon mit sowas gerechnet aber dass es mich dann wirklich mal trifft… Man sollte vielleicht nicht an einem Freitag der 13. ins Flugzeug steigen ;-)

Dann ging es zu der Pension Bellevue, die sich zu Recht so nennt. Man hat einen herrlichen Blick auf Tahaa und die Lagune. Direkt vor dem Zimmer ist eine kleine Terrasse und man kann den Blick immer geniessen.

Ich habe mir dann erst mal den Ort angeschaut, der ganz süss und ziemlich geschäftig ist, was ich gar nicht vermutet hätte.

Die ganze Zeit habe ich natürlich sorgenvoll an meinen Koffer gedacht, auf den ich nun seit 11 Monaten wie auf ein Kind aufpasse. Es ist ja für mich nicht nur ein Reisekoffer sondern fast schon ein Lebenskoffer. Immer wieder überlegte ich „was wäre wenn“ man konnte ja nie wissen, ob er nicht geklaut worden war. Die meisten Sachen sind natürlich leicht zu ersetzen, was natürlich ganz schön ins Geld geht. Aber was ist mit Kontaktlinsen, Ersatzbrille, Medikamenten und Aufladegeräten? Da hört der Spass schon auf. Je später es wurde, umso verzweifelter war ich. Max meinte, wegen des Sturmes könnten keine Flieger landen. Ich weiß zwar, dass man in solchen Situationen cool und relaxed reagieren sollte aber das war ich definitiv nicht. Gottseidank war meine Sorge unbegründet und abends kam der erlösende Anruf und ich konnte meinen Koffer in die Arme schließen, naja oder in Empfang nehmen ;-)

Nach einem Frühstück mit View konnte nun die nächste Mission beginnen. Tourbuchung. Ich wollte eine Tour nach Tahaa, der Nachbarinsel machen, deshalb war ich nämlich hier. Das war aber gar nicht so einfach. In der Touriinfo sagte man auf meine Anfrage, ich solle in meiner Pension nachfragen, die würden das für mich regeln. OK, so läuft das also! Max wollte das auch gerne für mich machen allerdings hatte ich ja nur ein paar Tage Zeit und wollte das möglichst schnell buchen. Überraschenderweise konnte aber keine Tour stattfinden weil es keine Interessenten gab! Ich musste also warten, ob noch etwas zustande kam.

Da warten nicht meine Stärke ist, rief ich an meinem ganz speziellen Traumort an dem Hotel Tahaa Private Island & Spa auf einem Motu bei Tahaa.

http://www.letahaa.com/main.php

Ich weiß nicht, ob jeder Mensch einen Ort seiner Träume hat, seit ich das Hotel vor ein paar Jahren im Internet gefunden hatte, war dies definitiv der Ort an den ich unbedingt einmal hinwollte. (Es wäre interessant zu wissen, ob Ihr auch einen solchen Ort habt, schreibt doch einfach mal einen Kommentar auf meiner Blogseite) Eine Übernachtung kommt zur Zeit jedoch nicht in Frage, da der „billigste“ Bungalow dort 750 Euro kostet… ;-) Ich dachte also „ da kommst Du doch nie im Leben hin!“ Als ich jedoch dort anfragte, ob ich mal „vorbeikommen“ könne, meinten sie tatsächlich, dass es einen Tagespass für umgerechnet 50 Euro gibt! Wahnsinn. Ich habe direkt für den nächsten Tag gebucht und war schrecklich aufgeregt und vorfreudig wie man sich denken kann. Wann hat man schon mal die Möglichkeit an den Ort seiner Träume zu kommen.

Ich hatte Glück und konnte einen Bootstransfer vom Flughafen aus um 8.30 Uhr nehmen, so dass ich den ganzen Tag nutzen konnte. Max war immer so nett und fuhr mich zum Airport. Die Fahrt fand im chicen Motorboot statt. Die Spannung wuchs, je näher wir der Insel kamen. Dort angekommen wurde ich begrüsst wie die anderen Gäste auch, mit Cocktail und einem Erfrischungstuch. Die Dame von der Rezeption führte mich durch das Hotel zum Pool, wo ich es mir gemütlich machen konnte, ich durfte alles nutzen, Badetücher, Schnorchelausrüstung… Zwischendurch wurden Obststicks gereicht ;-) Tja da war ich nun an meinem Traumort, ein ganz unwirkliches Gefühl war das!

Leider war es sehr sehr stürmisch und fast immer dick bewölkt und etwas kühl. Aber immer wenn die Sonne kurz durchkam rannte ich mit der Kamera los, um die schönen Farben des Meeres einzufangen. Was mich überraschte, war das es keinen richtigen Strand gab, zumindest war er mit Steinen abgetrennt. Dazu kam, dass es überall sehr dreckig war und viele Algen und sonstiger Kram im Meer schwammen. Das kann natürlich auch an dem Wetter gelegen haben.

Ansonsten habe ich es mir gut gehen lassen. In der Hängematte gelegen, einen Salat und eine Creme Brulée habe ich mir im Strandrestaurant gegönnt (übrigens wieder die Frage, ob mein Ehemann noch käme! Alleinreisende Frauen sind hier wohl sehr exotisch) und habe den Pool und die bequemen Liegen ausgenutzt. Tja so kann man sich auch als Backpackerin einen Tag im Luxus gönnen ;-)

Die anderen Gäste mussten logischerweise ziemlich reich sein, man merkte gleich, das beim Essen nun wirklich nicht aufs Geld geschaut wurde während ich mir immer das billigste aussuche, schauten die Leute sicher nicht mal auf den Preis oder holten sich einen Fruchtcocktail nach dem anderen. Aber ob man den Aufenthalt im Luxushotel dann noch so genießt, wie ich es getan habe? Einige der Gäste waren sicher auch Honeymooner die sich mal zwei Nächte dort gegönnt haben.

Schön fand ich auch die Freundlichkeit der Leute. Alle wussten dass ich nur Tagesgast bin, haben mich aber genauso nett behandelt wie alle anderen Hotelgäste, was ich wirklich toll fand.

Der Tag ging viel zu schnell zu Ende. Vor der Abfahrt durfte ich noch einen Blick in einen Überwasserbungalow werfen. Schon nett muss ich sagen! Insgesamt mit Essen und Transport hat mich der Tag ca. 150 Euro gekostet, nicht viel für die Erfüllung eines großen Wunsches und im Vergleich zu 750 Euro für die Übernachtung.

Und was nun? Jetzt muss ich mir wohl einen neuen „unerreichbaren“ Traumort suchen. Aber ich bin mir sicher, da findet sich schon was ;-)

Am nächsten Tag versuchte ich nochmal mein Glück mit einer Tourbuchung. Ich wollte ja auch etwas von den Inseln sehen. Die meisten Touren fanden wegen des immer noch schlechten Wetters nicht statt. Es gibt zwar ein Shuttleboot nach Tahaa aber das fährt um 10 Uhr ab und fährt um 11 Uhr zurück, man hat also ganze 10 min. Aufenthalt ;-) Die Touristeninformation ist wirklich der Witz. Sie können einem keine Touren nennen, keine Transportmöglichkeiten und tätigen keine Anfrufe für einen, wo sich die Frage stellt, warum es eine Touriinfo gibt?! Man sagte mir, ich solle halt die Touranbieter aus dem Prospekt anrufen. Gut, nur wenn die kein Englisch sprechen wird es schwierig! Irgendwann habe ich dann aufgegeben, ich hatte einfach keine Lust mehr und wieder regnete und stürmte es. Ich war so froh, dass ich die Tour gestern spontan gemacht habe, um überhaupt mal etwas zu machen bei fünf Tagen Aufenthalt.

Ich fieberte wirklich der Abreise entgegen weil es einfach keinen Spaß machte immer nach Informationen herumzusuchen aber doch ohne Erfolg. Dazu das schlechte Wetter und noch schlimmer die vielen Insekten in meinem Zimmer. Jeden Tag um halb sechs musste ich reingehen, damit so wenige Viecher wie möglich hereinkamen. Vorher sprühte ich alle Türen (die praktischerweise oben und unten offen waren) mit Insektenspray ein, so dass ich das Gefühl hatte, nicht die Viecher sondern ich überlebe die Nacht nicht ;-) Es handelte sich übrigens um Ameisen (auch im Bett), Geckos, schwarze Würmer, Käfer, Spinnen… Alle paar Minuten musste ich aufspringen, um ein Neues Tier nach draußen oder ins Jenseits zu befördern. Wenn dann noch ein Gecko aufs Bett springt ist es ganz vorbei mit meiner Tierliebe.

Geschlafen habe ich so gut wie gar nicht. Erstens war es recht warm ohne Klimaanlage, dann die Vorstellung , dass gerade diverse Insekten über mein Bett krabbeln könnten, der Sturm der draußen tobte, die Hunde die bellten und mein von Moskitostichen übersäter Körper schmerzte und juckte. Gottseidank war die Nacht auch schon um 6.30 Uhr beendet, da dann der Hahn krähte, was schon ziemlich urig ist ;-) Erst dachte ich, Frühstück um 7.30 Uhr sei ja etwas früh aber in dem Fall war es genau richtig ;-)

Übrigens: wer mich gerade um meinen Südseeaufenthalt beneidet, möge bitte einen Kommentar im Blog hinterlassen ;-))

Am letzten Tag sollte dann doch eine Tour mit Edwin Mama stattfinden. Ich habe mich gefreut, gepackt und pünktlich um 8.30 Uhr am Boot gewartet. Doch die Tour wurde wieder wegen dem Regen abgesagt. Wirklich schade.

Dann schlug mir Edwin vor, mit ihm nach Tahaa zu fahren, von dort konnte ich das nächste Boot zurücknehmen. So fuhren wir an der Lagune mit herrlich türkisklarem Wasser vorbei bis nach Tahaa- der Vanilleinsel. Edwins Sohn zeigte mir dann die familieneigene Vanilleplantage. Das war schon sehr interessant! Die Vanilleschoten brauchen neun Monate, um zu reifen und dann werden sie in der Sonne vier Monate getrocknet. Der Duft war herrlich! Danach bekam ich noch eine kleine private Sightseeingfahrt in die „City“. So habe ich also doch noch etwas von Tahaa gesehen, dazu noch kostenlos-Geld wollten sie keines. Wirklich lieb! Den Rest des Tages habe ich auf meinem kleinen Balkon, das erste Mal auch mit Sonne genossen.

Montag, 16. Juni 2008

Bora Bora, die Insel auf der sich die Palmen im Meer spiegeln

Die Bezeichnung habe ich erfunden, weil es der Erste Eindruck war den ich von der Südseetrauminsel hatte. Beim Landeanflug konnte ich nur einen kurzen Blick aus dem gegenüberliegenden Fenster erhaschen aber was ich sah waren die buntesten Farben die man sich denken kann und glasklares Wasser, eben worin sich die Palmen spiegelten :-)

Der Flughafen alleine hatte eine herrliche Lage auf einem Motu (kleine Insel) umgeben von vielen kleinen Motus und herrlich türkisem Meer. Nach einer 20minütigen Fahrt mit der Fähre vorbei an weiteren Inseln und Blick auf den höchsten Berg der Lagune Mt. Otemanu, kamen wir in der Hauptstadt Vaitape an. Von dort brachte uns der Shuttle zum Novotel am Matira Beach.

Tom und ich waren etwas erstaunt weil die Gegend viel naturbelassener und untouristischer war als wir dachten. An der Strasse entlang gab es zwar einige Hotels aber alle waren umgeben von Palmen und Blumen und gegenüber oder daneben wohnen die Einheimischen.

Unser Hotel, zwar eines der günstigsten, hatte aber einen schönen, zwar kleinen, Strandabschnitt wogegen die Gäste des Hotels nebenan fast auf der Strasse sassen weil kaum ein Strand vorhanden war! Das Novotel hatte einen kleinen Pool, zwei Hängematten und ist sehr schön angelegt mit vielen Blumen und Palmen. Auf der anderen Seite der Strasse sind die Zimmer, alle mit Balkon, in Bungalows in einem Garten. Nebenan gab es noch das Sofitel, wo wir den Strand natürlich auch nutzen konnten. Der Strand war zwar lange nicht so südseemässig wie man sich das vorstellt aber man konnte sich wohlfühlen.

Zur Verpflegung hatte man einen Supermarkt gleich nebenan, wo man das Wichtigste kaufen konnte. Besonders Wichtig war das Baguette, was mit 50 Cent das günstigste Lebensmittel war. Aber auch sonst fand ich die Preise ok. Es gab auch einige Restaurants/Snacks, wo man für eine sehr leckere Pizza zwischen 10-15 Euro zahlte, also wirklich nicht überteuert. Überteuert waren nur die Preise für das Buffet im Sofitel: 70-80 Euro pro Person, das muss ja nicht sein.

Wir haben die meiste Zeit am Strand und Pool zum relaxen verbracht. Tom hat jetzt auch das Schnorcheln als sein Hobby entdeckt und so konnten wir das zusammen machen. Man musste gar nicht weit schwimmen und schon sah man die schönsten Fische!
Bei einem Rundgang sahen wir übrigens, dass an dem schönsten Strand die Einheimischen wohnten, dort gab es kein Hotel nur eine Snachbar! Sehr erstaunlich.
Da wir Eurosport im TV sehen konnten, konnten wir sogar ein wenig von der Fussball EM verfolgen und die beiden Tore von Poldi feiern ;-)

Wettermässig war es nicht der Hit da es permanent stürmte (wer mich kennt weiß , dass ich Sturm wirklich hasse) und ab ca. 16 Uhr ziemlich ungemütlich wurde und der Strand menschenleer war. Tropische Schauer gab es täglich und nicht gerade wenige und man musste immer wieder seine Sachen zusammenpacken, flüchten und warten bis die Liegen wieder trocken waren. Das hat nicht soo grossen Spass gemacht. Juni ist der angeblich trockenste Monat, ich frage mich wie dann wohl die Regenzeit aussieht…

An einem Tag haben wir einen Ausflug gemacht, um die Lagune ein wenig zu erkunden. Wir fuhren mit einer Art polynesischem Kanu aufs Meer und der erste Stopp war schon gleich ziemlich aufregend. Wir konnten nämlich schnorcheln und vor uns Haie und Stachelrochen sehen! Die Tiere kamen uns ganz schön nah!
Leider fing es dann ganz heftig an zu regnen und von der schönen Inselgegend bekamen wir nicht viel mit :-( Die Tourguides haben trotzdem weiter tapfer tahitianische Lieder für uns geträllert. Dann haben wir an einem Riff gehalten und konnten wieder schnorcheln. So viele bunte Fischen habe ich noch nie auf einmal gesehen-wunderschön!

Dann ging es auf eines der Motus zum Coral Garden. Dort lagen mehrere abgetrennte Pools im Meer nebeneinander in denen verschiedene Tier „wohnten“. Zuerst sahen wir die Schildkröten, dann konnten wir mit den Stachelrochen und lustigen roten Fischen schwimmen und ich habe auch mal eines gestreichelt, ganz schön glitschig. Die Rochen haben einen gefährlichen Stachel, den sie ausfahren wenn man ihn berührt und das kann tödlich sein. Allerdings werden die Stachel bei diesen Tieren entfernt-puh Glück gehabt ;-)

Dann wurde es nochmal spannend. Es ging nämlich zum Haifischbecken. Diesmal schwammen wir mit den Zitronenhaien und es gab keine Möglichkeit zur Flucht. Die Tiere waren teilweise ganz schön gross und ganz schön nah! Da hatte ich schon Herzklopfen, man schnorchelt ja schliesslich nicht jeden Tag von Haien umgeben ;-)

Danach gab es ein superleckeres Essen zum entspannen und plötzlich zeigte sich auch die Sonne zum ersten mal und wir konnten sehen, auf was für einem schönen Fleckchen Erde wir da waren mit gaanz klarem Wasser ganz südseemässig.
Nach ca. 1 Stunde Aufenthalt ging es zurück, vorbei an all den schönen Hotelressorts auf einem eigenen Motu. Das war schön, dort mal hinzukommen.

Nach 9 Tagen hatte der Urlaubsspass schon ein Ende und Tom musste abreisen. Den Hotelleuten zu erklären, warum ich denn nicht mit meinem „Ehemann“ abreisen würde war nicht einfach ich bin nämlich erst am nächsten Tag abgeflogen.

Montag, 2. Juni 2008

Ankunft in Tahiti

nachdem dann meine Tickets für den Bora Bora Airpass (hatte ich von einem Reisebüro buchen lassen) in allerletzter Minute vom Courier geliefert wurden, konnte es losgehen! Ein paar Tränen konnte ich nicht zurückhalten als der Flieger der Air Tahiti Nui abhob und ich einen letzten Blick auf Neuseeland werfen konnte. Dann aber freute ich mich auf mein neues Ziehl: Tahiti!
Das Flugzeug war übrigens absolut leer und der Flug daher sehr entspannend.

Abends kam ich dann in Papeete an und fuhr mit dem Taxi zum Sofitel Hotel. Das ist wunderschön gelegen, man kann auf die Insel Moorea sehen und auch der Garten ist toll angelegt.

In der Nähe gibt es einen riesen Supermarkt und es war witzig all die europäischen Produkte wieder zu sehen! Hier ist ja alles französisch und es wird auch nur französisch gesprochen.
Auch an die tropische Hitze musste ich mich erstmal gewöhnen nach dem Winterwetter in Neuseeland.

Einen Tag bin ich nach Papeete gefahren mit "Le Truck" dem typischen öffentlichen Bus hier. Die Stadt fand ich sehr schön mit einem Hafen, vielen Läden und einem riesigen überdachten Markt mit Obst/Gemüse und Souveniers.

Hier lässt es sich wirklich gut ein paar Tage aushalten :-))

Die Beste Seite im Internet, wo man sich über die Inseln informieren kann:

http://www.tahitiguide.com/

Donnerstag, 29. Mai 2008

Bye Bye Neuseeland!

die beiden Tage in Wellington waren ganz schön verregnet, da kam wohl alles vom Himmel was es die letzten 5 Monate nicht geregnet hatte :-) Das Wetter hat mich allerdings nicht vom shoppen abgehalten und jetzt habe ich viieel zu viel Gepäck :-(

Mittwochs bin ich dann von Wellington nach Auckland geflogen. Ein Flug bei herrlichstem Wetter und toller Sicht. Wenn man nicht gerade über der Tragfläche und auf der falschen Seite im Flieger sitzt zumindest ;-)

In Auckland hat ja meine Neuseelandtour begonnen und so war ich froh, dass ich nochmal zwei Tage hier zur Verfügung hatte, um die letzten Besorgungen machen zu können. Die wichtigste Besorgung waren allerdings meine weiteren Tickets, die ich im Office drucken lassen konnte.

Ein bisschen wehmütig bin ich schon, nach fünf tollen neuseeländischen Monaten Abschied nehmen zu müssen. Ich habe mich soo wohlgefühlt und das Land ist ein Traum. Aber ich habe auch das gute Gefühl, alles Schöne gesehen und erlebt zu haben. Zuerst die Nordinsel, die Spitze mit der Bay of Islands, die Tour mit dem Intercity zu den meisten Plätzen der Nordinsel, meine 3wöchige Fahrt mit Tom über die Südinsel, der Job in Tekapo, der Aufenthalt auf der Schafsfarm, arbeiten im Kiwipackhaus.... Das war Neuseeland pur! :-)

Ausserdem gibt es einen kleinen Trost: morgen geht es nach Tahiti, wo ich mich am Sonntag mit Tom treffe und wir in Bora Bora urlauben! :-))) Dank des unermüdlichen Einsatzes meines lieben Kollegen Lothar bei der Reisestelle in Köln kann ich sogar festgebucht fliegen, was mich enorm beruhigt, da ich Tom nur ungern verpassen
würde :-) Danke!

Bis denne

Sonntag, 25. Mai 2008

Goodbye Südinsel!

Am Samstag war es dann soweit. Daniel (ein deutscher aus dem Hostel mit Bus), Ida und ich haben Motueka verlassen. Der Abschied war schon ein wenig wehmütig. Das erlebte war ganz sicher einmalig und nach vier Wochen gewöhnt man sich schon an die Umgebung und den Alltag. Auch die Hostelbesitzer Liz und Chris waren ein wenig traurig, auch wenn die Leute kommen und gehen, wenn man einige Wochen ein- und ausgeht, gewöhnt man sich schon aneinander.

Daniel und Ida haben mich in Nelson abgesetzt, sind weiter nach Christchurch gefahren und plötzlich war ich wieder alleine, schon komisch nach vier Wochen mit immer denselben Leuten um mich herum.

Der Tag in Nelson war herrlich sonnig und warm und ich habe mir den berühmten Nelson Markt angesehen, einen langen Spaziergang gemacht und den Tag mit einem Kinobesuch ausklingen lassen. Mir war richtig schwindelig von den ganzen neuen Eindrücken, ausser Kiwis habe ich ja die letzte Zeit nicht viel gesehen :-)

Heute morgen ging es dann mit dem Bus (ich hatte Glück und habe den Nakedbus tatsächlich für umgerechnet 0,80 Euro buchen können!) nach Picton. Von dort bin ich mit der Fähre Interislander nach Wellington gefahren. Die Fahrt dauert 3 Stunden. Ich hatte einen schönen Platz mit Panoramablick aber es hat geregnet und war bewölkt, so dass der Blick auf die Marlborough Sounds nicht ganz so toll war. Das Meer war aufgewühlt und ich war ganz froh, als die Fahrt vorbei war. Seekrank war ich nicht aber wohlgefühlt habe ich mich auch nicht wirklich ;-)

Jetzt bin ich also wieder im YHA Wellington und werde die Stadt für zwei Tage geniessen bevor es nach Auckland geht.

Freitag, 23. Mai 2008

Goodbye Kiwi...

Gestern hatte ich meinen letzten Tag im Kiwipackhaus, die Kiwis waren alle aufgebraucht für diese Woche und so hatte ich heute frei. Die letzte Woche war definitiv die langweiligste. Ich war immer an dem gleichen Band und die Kiwis rollten so langsam an und ich hatte so lange Pausen zwischendurch, dass ich angefangen habe die Sekunden zwischen den Kartons zu zählen (es waren 90), die Kiwis habe ich gezählt und wäre fast eingeschlafen! Minuten wurden zu Stunden undn Stunden zu Tagen... Zwischendurch durfte ich Nebenjobs als Kartonöffner und Stickaufkleber annehmen, was schon eine grosse Motivation war. Leider warteten auch die anderen auf Arbeit und sobald ich einen Karton selber schliessen wollte standen die Kartonschliesser schon in den Startlöchern ;-)

Aber ich bin richtig froh, dass ich diesen typisch neuseeländischen Job machen konnte! Die Leute waren alle nett und es war witzig das einmal mitzuerleben. Wenn ihr im Supermarkt ZESPRI Kiwis mit der Nummer 4030 findet, dann habe ich diese mit grosser Wahrscheinlichkeit gepackt ;-)) http://www.zespri.com/

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Im Fotoordner Motueka findet ihr weitere neue Fotos der letzten zwei Wochen.

Ich habe völlig vergessen zu erwähnen, dass Motueka die absolute Hippie Stadt ist. Wer nicht barfuss, mit Rastalocken und bunter Wollmütze rumläuft und einen Joint raucht ist sicherlich nicht einheimisch ;-)

So nach und nach sind auch die anderen aus dem Hostel abgereist, am Donnerstag auch Sarah. Morgen geht es für mich weiter: auf zu neuen Abenteuern …

Samstag, 10. Mai 2008

Hello Kiwi!

Jetzt sind schon zwei Wochen rum und ihr fragt Euch sicher, ob ich Kiwis überhaupt noch sehen kann. Ja ich habe sie immer noch sehr gerne, sie können ja auch nichts dafür und ich begrüsse sie einzeln wenn sie übers Band rollen ;-) Die Arbeitstage sind lang und nach den ersten zwei Stunden denkt man, der Tag müsste eigentlich schon vorbei sein. Wir haben schon alles versucht, um den Tag schneller vergehen zu lassen, nicht auf die Uhr schauen, viel quatschen-ne klappt aber alles nicht, es ist einfach öde ;-) Gottseidank versuchen sie, das Ganze so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, indem man immer mal einen neuen Job macht, das Fliessband wechselt… Letztens haben wir einige Tage die Goldkiwifrüchte gepackt, das war sehr aufregend. Die Früchte haben weniger Haare aber stauben unheimlich. Ich habe sogar eine Maske getragen ;-) Wir mussten sie in gebückter Haltung auffangen, kontrollieren und in den Karton geleiten, da sie recht empfindlich sind. Wie sich der Rücken nach 8 Stunden in der Position anfühlt, könnt ihr Euch ja denken… In der 2. Woche haben wir jeden Tag bis Samstagmittag arbeiten können weil das Wetter recht gut war. Im Packhaus fühlen wir uns sehr wohl, es ist alles sehr persönlich und nett. Wir werden regelrecht mit Äpfeln und Kiwis überflutet und demnach ernähren wir uns sehr gesund.

Einmal die Woche gehen wir zum Body Balance Kurs, eine Mischung aus Yoga und Aerobic.
Letztens gab es ein BBQ im Hostel und sonntags ist der Markt in Motueka. Das ist aber auch schon alles und meistens bin ich nachmittags so müde, dass ich nur TV schaue oder am Computer bin. Im Hostel wohnen ziemlich viele, die hier auch arbeiten, hauptsächlich deutsche. Man sieht natürlich immer die gleichen Gesichter und hat keine ruhige Minute, was ich ein wenig anstrengend finde.

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