Freitag, 21. März 2008

Happy Easter!!

Ich wünsche Euch allen Frohe Ostern!!

Ostern_4

Samstag, 15. März 2008

Dramatik auf der Südinsel

oder Tom und Daniela im Wunderland :-)

In den Beschreibungen von unserem Reiseführer ist immer wieder von dramatischer Schönheit, dramatischen Küsten etc. die Rede und – wir haben festgestellt, es ist dramatisch!! Wir kommen aus dem Staunen einfach nicht heraus, hinter jeder Kurve erwarten uns neue landschaftliche Überraschungen.

Jetzt sind Tom und ich schon über eine Woche unterwegs und haben schon so viel erlebt.

Es ist richtig schön mit dem Auto zu reisen, das Fahren macht Spass und auch die Unmengen an Gepäckstücken lassen sich natürlich leichter transportieren.

Nach unserem Wiedersehen am Flughafen in Christchurch (ich bin von Auckland geflogen und hatte einen tollen Flug über Neuseeland inklusive einem atemberaubenden Blick auf den Mt. Taranaki; Tom hatte es etwas weiter und war ca. 29 Stunden unterwegs…) haben wir unser Auto vom Anbieter Apex in Empfang genommen und sind gleich losgedüst Richtung

Kaikoura


Ist bekannt für seine Whale watching Touren. Die Lage der Stadt mit tollem Bergpanorama war unser erster Eindruck von der Südinsel.

Für mich gab es eine besondere Überraschung. Tom hat mir einen waschechten Laptop geschenkt!! Von so einem Luxus habe ich nichtmal zu träumen gewagt, wobei ich andere Reisende schon manches mal beneidet habe, wenn sie relaxt auf dem Sofa saßen mit dem Laptop auf dem Schoss. Das wird mein reisen natürlich um einiges vereinfachen. Ich kann jederzeit meine Blogberichte schreiben, die Fotos bearbeiten usw. Es ist einfach herrlich bequem :-)

Am nächsten Tag hatten wir eine Whale watching Tour gebucht, die für ihre hohe Quote für Seekranheit bekannt ist. Gottseidank blieben wir dank Ingwertabletten verschont und konnten die 3stündige Tour geniessen. Wir haben tatsächlich zwei Pottwhale gesehen und konnten sie richtig lange beobachten und auch ein paar gute Fotos machen. Ein dramatischer Augenblick!
Dann ging es weiter Richtung Norden zu den

Marlborough Sounds

wo Tom eine Überraschungsunterkunft gebucht hatte. Das Te Mahia Ressort, gleich an den Sounds gelegen mit herrlichem Blick und einem tollen Apartment so richtig zum wohlfühlen und mit Balkon. Überhaupt ist es ein absoluter Luxus, Tom hatte sich um alle Reservierungen, Unterkünfte und Routen gekümmert und ich musste einmal nichts planen! Das ist schön, nach all der Organisiererei der letzten Zeit, war ich es langsam müde geworden. So ist es ein richtiger Wohlfühlurlaub.
In den Marlborough Sounds sind wir ein Stück des Queen Charlotte Tracks gelaufen, eine Stunde bergauf zum Lookout mit dramatischem Blick auf die Sounds.

Abel Tasman Nationalpark

Auf der Fahrt Richtung Motueka hätten wir am liebsten jeden Lookout mitgenommen, immer wieder gab es tolle Blicke. Gestoppt haben wir in den Städtchen Blenheim (die Gegend ist bekannt für die vielen Weinanbaugebiete), Picton und Nelson.

Von Motueka aus sind wir gleich entlang der Küste der Golden Bay gefahren und haben uns die schönen goldene Strände angesehen.

Am nächsten Tag haben wir einen Discovery Day mit dem Sea Shuttle gebucht. Man fährt an so ziemlich allen Stränden vorbei bis hin zum Totaranui Beach, der wirklich toll und golden in der Sonne glänzt. Auf dem Rückweg sind wir in Bark Bay ausgestiegen und von dort ein Stück (2 ½ Stunden) am Abel Tasman Walk entlang gegangen, wo wir einen tollen Blick auf die genialen Südseestrände hatten. Die Farben und die Sandformationen waren einfach dramatisch traumhaft. An der Torrent Bay hat uns das Shuttleboot wieder abgeholt. Das Wetter hat prima mitgespielt, nachdem wir morgens mit Schrecken eine dicke Wolkendecke am Himmel sahen, die aber genau so schnell wieder verschwand.
http://www.abeltasmanseashuttles.co.nz/abeltasmansceniccruises.php

Von hier aus hatten wir eine lange Fahrt bis zu unserem nächsten Ziel

Greymouth

vor uns. Zwei kleine Stopps gab es an den Nelson Lakes (Lake Rotoriti) und am Buller Gorge, wo wir über eine ziemlich lange und wackelig Schwingbrücke gelaufen sind, die längste in Neuseeland. http://www.bullergorge.co.nz/

Als wir an die Westküste kamen, wurde es wieder dramatisch. Anders kann man den Blick auf die Küste auch fast nicht beschreiben. Auf die Pancake Rocks kurz vor Greymouth war ich besonders gespannt. Hört sich ja schon so lecker an und tatsächlich sehen die Felsformationen aus, wie übereinandergestapelte Pfannkuchen :-)

Greymouth war nicht ganz so dramatisch, daher haben wir Toms Geburtstag eher gemütlich gefeiert. Der Ausflug zum Lake Brunner und zum Arthurs Pass war leider ziemlich verregnet und daher kurz und (aus)sichtslos.

Montag, 3. März 2008

So geht es weiter

Jetzt habe ich also in 34,57 Stunden die Nordinsel Neuseelands bereist (ja ich habe meinen Buspass voll ausgeschoepft :-)) und ich bin schon sehr angetan von dem Land. Besonders gut gefallen hat es mir im Nordland, Taupo, Rotorua und Wellington.

Im Moment bin ich in Auckland und morgen fliege ich nach Christchurch, wo ich mich mit Tom treffe (Juchuhhh!!!), der wieder die weite Reise angetreten ist, um mit mir zu urlauben. Dort werden wir mit dem Auto (nochmal juchuhhh!!) die Suedinsel umrunden und erkunden.

Danach ist endlich arbeiten angesagt und ja ich freue mich auch darauf schon. Meine Reisekasse leidet sehr und ich moechte auch noch einmal laenger an einem Ort bleiben. Entweder werde ich einmal wwoofen (man arbeitet ein paar Stunden auf einer Farm und bekommt dafuer die Unterkunft und Verpflegung) oder gleich Kiwifruechte pfluecken, packen oder was auch immer sich bietet. Gottseidank beginnt die Erntezeit genau Ende Maerz - ein gutes Timeing!

Kein schoenes Finale in Hamilton

Am naechsten Tag ging es dann weiter nach Hamilton, meinem letzten Ziel auf der Nordinsel. Hier hatte ich eine kleine Pechstraene, wie das halt zwischendurch mal vorkommt.
Die Unterkunft auf die ich mich eigentlich gefreut hatte, war 1. ewig weit von der Busstation entfernt und als ich halbtot dort ankam war das Zimmer so klein, dass ich mich kaum umdrehen konnte. Ausserdem lebte das Bett. Als ich es dem Eigentuemer zeigte meinte dieser, dass sie wohl eine groessere Reinigung machen muessten. Ob ich in ein paar Stunden wiederkommen wolle oder das Geld zurueckhaben moechte. Ich habe mich spontan fuer die 2. Variante entschieden. Und wieder ging es weiter mit dem ganzen Gepaeck durch die City zum Backpackers.

Da mich eine Erkaeltung erwischt hatte, wollte ich gerne zu den Hamilton Gardens mit dem Bus fahren. Als ich einen Busfahrer fragte meinte dieser, dass um diese Zeit kein Bus mehr fahren wuerde. Es war Freitag nachmittag 16.30 Uhr!! Stellt Euch mal vor, die KVB wuerde ihren Betrieb mitten in der Rushhour einstellen ;-)

Naja also bin ich nicht zu den Hamilton Gardens gefahren sondern bin zum huebschen Lake Rotoroa gegangen. Das wars auch schon, zu mehr war ich an dem Tag nicht mehr in der Lage.

Auch das Hostel Eagles Nest stellte sich als Reinfall heraus. Es war zwar sauber aber im 7-Bett Zimmer gab es leider kein Fenster und ich dachte ich sterbe in der Nacht an Erstickung. Es war furchtbar. Wenn man dazu noch krank ist und sowieso kaum Luft bekommt… Herrlich :-( Aber ich habe ueberlebt.

Am naechsten Tag musste ich noch bis nachmittags auf meinen Bus warten, habe ausgecheckt, bin noch etwas ins Einkaufszentrum gegangen und mittags zurueck ins Hostel. Die Eigentuemer waren ein altes Ehepaar und die Gaeste sassen irgendwie bei ihnen im Wohnzimmer. Als ich mir einen Teller fuer mein Mittagessen nahm, fuhr mich die aeltere Frau an ich duerfte doch nicht mehr die Kueche mitbenutzen wo ich doch ausgecheckt habe! So nach dem Motto, eigentlich muss ich gehen!

Das ist mir so noch nie passiert und - es ging hier um einen Teller den ich benutzen wollte! Habe ja noch nichtmal gekocht. Ich war einfach nur froh im Warmen sitzen zu koennen. Dass ich krank war duerfte ihnen eigentlich nicht entgangen sein. Ich bin ehrlich gesagt gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass es ein Problem waere dort zu warten, es war vorher nichts vorgefallen wir hatten uns sogar ganz nett unterhalten. Aber nein, nur weil es regnete hiesse das ja nicht, dass ich das Hostel weiter nutzen duerfe… So gesehen hatten sie ja vielleicht Recht (wobei ich im Hotel noch nie aus der Lobby geworfen wurde nach dem auschecken) aber ich war schon etwas geschockt ueber so viel Unmenschlichkeit. Kein Wunder, dass sie mit 68% eine ziemlich schlechte Bewertung haben (gut sind die Hostels mit zwischen 80-90%).

Als ich fragte, ob ich das Internet denn nutzen duerfen, war es kein Problem! Obwohl ich ja den anderen Leuten den PC weggenommen haette aber - klar dafuer gab es ja Geld! (Mir ist eh aufgefallen, dass die privaten Hostelbesitzer sehr geschaeftstuechtig, bzw. geizig sind) Ich habe aber beschlossen, diesen komischen Platz schnell zu verlassen, im Regen den weiten Weg zum Bus gelaufen und habe dort noch drei Stunden in der Kaelte auf den Bus gewartet. Ja ich tat mir sehr leid an diesem Tag! ;-)

Die Gluehwuermchen von Waitomo

durften natuerlich auch nicht fehlen. Das ist schliesslich die Attraktion!

Von Otorohanga (Kiwivogel City) aus bin ich mit dem Shuttletaxi nach Waitomo gefahren und habe dort im chicken YHA uebernachtet. Die Stadt ist wirklich winzig und die Waitomo Hoehlen sind die einzige Sehenswuerdigkeit. Es gibt mehrere Hoehlen, die man auf unterschiedliche Weise erkunden kann. Da gibt es das Blackwaterrafting (man sitzt glaube ich auf Gummireifen und laesst sich auf dem Wasser durch die Hoehlen gleiten), das Abseiling und was nicht noch alles. Ich habe mich fuer die gemuetliche Variante und die Haupthoehle entschieden. Erst gab es eine kurze Fuehrung, bei der ich die Faeden der Gluehwuermchen gesehen habe

http://de.wikipedia.org/wiki/Waitomo_Cave

Sehr toll! Und dann sind wir mit dem Boot durch die Hoehle gefahren. Es war totenstill und der Himmel leuchtete mit all den Gluewuermchen. Das war ein traumhaft schoener Anblick, der mich sehr beruehrt hat.

30. Geburtstag am Fusse des Mt. Taranaki

Lange habe ich ueberlegt, wo ich meinen 30. Geburtstag verbringen wuerde und was ich Tolles machen koennte. Da aber die richtig spannenden Dinge wie das Skydiving schon hinter mir lagen, hat es sich dann so ergeben, dass ich den grossen Tag in New Plymouth verbracht habe. Eigentlich ist es ja auch schon spektakulaer genug, ueberhaupt in Neuseeland zu sein, werde ich auf jeden Fall nie vergessen :-)

Zumindest habe ich mir ein Einzelzimmer im Breakers Hotel geleistet (gut 45$ sind jetzt kein Vermoegen). Es war leider eine Absteige aber wenigstens hatte ich TV-was auch meist funktionierte (bis auf ein paar Ausnahmen). Der Rest der Bruchbude bestand aus einer Tuer, wo der Tuergriff abging sobald man ihn beruehrte, vier Lampen von denen genau eine funktionierte (gut, wozu braucht man im Bad auch Licht ;-)), die Klospuelung die man noch Stunden nach der Benutzung hoerte und einem Fenster, was man zumindest mit Hilfe einer Teekanne offenhalten konnte :-))

Ich habe den Tag damit verbracht, den 7km langen Coastal Walk zu gehen, der wirklich wunderschoen war und tolle Blicke auf die Kueste und das Meer brachte. Leider war der Rueckweg sehr sehr stuermisch, wie ziemlich oft hier, wenn man da nicht alles gut festhaelt...
Danach habe ich meinen Fuessen noch eine Pedikuere gegoennt. Das tat guuut!

Einen Piccolo habe ich mir auch genehmigt und musste am Vortag tatsaechlich meinen Ausweis im Supermarkt zeigen - kein Scherz ;-)

Vielen Dank auch fuer all die lieben Glueckwuensche! Habe mich sehr gefreut so alleine in der Ferne :-)

Der Mt. Taranaki (auch Mt. Egmont genannt) hat sich meist hinter einer dicken Wolkendecke versteckt (wie der Mt. Fuji in Japan) aber ein paarmal hat er sich dann doch gezeigt und mich beeindruckt.

Am 2. Tag habe ich mir den Park Pukekura angeschaut, der riesig und ganz herrlich war! Vor allem der schoene See mit den Spiegelungen hat es mir angetan.

Die Stadt an sich hat mich allerdings nicht umgehauen, da gab es Schoenere.

Whanganui

da habe ich in einem der letzten Berichte so von den Intercity Bussen geschwaermt und prompt gab es den 1. Unfall. Ein Laster hat unserem Bus glatt die Gepaecktuere abgefahren. Hoerte sich nicht so gut an und sah auch uebel aus. Mein armer Koffer hatte sicher Angst, er lag ganz vorne und hat das alles hautnah miterleben muessen!
Der Busfahrer hatte am Anfang der Fahrt noch stolz erzaehlt, dass wir im groessten Bus von NZ sitzen tja und putt war er. Nach einer Stunde hat uns aber schon ein anderer Bus abgeholt. Die Situation war irgendwie lustig, weil alle gleich Fotos von dem Ereignis gemacht haben, ich natuerlich auch. Muss ja meine Blogleser informieren
;-) Die Fotos sind in der Fotogalerie im Ordner New Plymouth.

Whanganui ist auch ein nettes kleines Staedtchen, die Strassen der Innenstadt sind mit vielen schoenen Blumen geschmueckt. Am 1. Tag bin ich mit einem lustigen Aufzug (der einzige oeffentliche Untergrund Aufzug in NZ) zum Durie Hill Aussichtspunkt gefahren und ein bisschen durch den Ort spaziert. Eine Schiffstour auf dem Whanganui River habe ich mir gespart zumal das Wetter am 2. Tag auch nicht so toll war.

Freitag, 22. Februar 2008

Die Hauptstadt Wellington

Habe ich schnell ins Herz geschlossen. Eine sehr schoene Stadt, uebersichtlich aber mit endlosen Einkaufsstrassen (:-)) Auch mein Hostel, das YHA ist ein richtiges Luxushostel. Als ich dann noch die Aussicht aus dem Zimmer sah: ein Supermarkt direkt gegenueber! Na was will man da noch mehr! Der 1. Tag war quasi "Der perfekte Tag". Ich bin mit der Cable Car zum Botanischen Garten gefahren, die Hauptattraktion in Wellington. Besonders der Rosengarten war toll. Ich habe noch nie so viele wunderschoene Blumen auf einmal gesehen! Schade, dass es kein Geruchsfoto gibt.
Dann habe ich mir das imposante Parlament angeschaut und dort eine (kostenlose) Fuehrung mitgemacht. Nachmittags bin ich dann mit dem Bus zum Mt. Victoria gefahren, die Aussicht war soo schoen, dass ich sogar ueberlegt habe, noch ein zweitesmal raufzufahren.

Das schoene an Wellington ist, dass so ziemlich alle Sehenswuerdigkeiten kostenlos sind. So habe ich insgesamt gerade mal 7 $ fuer Verkehrsmittel ausgegeben. Ein billiges Vergnuegen!

Auch fuer das Museum Te Papa ist der Eintritt frei und es ist ganz sehenswert. Im Archiv kann man sich den Original Vertrag von Waitangi im Tresorraum ansehen.

Naja und die Einkaufsstrassen sind wirklich grosse klasse, da kann sogar Auckland nicht mithalten! Ein paar neue Klamotten mussten auch her, ich konnte meine alten einfach nach so langer Zeit nicht mehr sehen.

Sehr schoen war auch der Vollmondaufgang an der beleuchteten Oriental Parade Promenade!

Dienstag, 19. Februar 2008

Art Deco in Napier

als der Bus in Napier einfuhr dachte ich mir: was fuer ein lustiges Staedtchen.
Der Eindruck bestaetigte sich bei meinem ersten Rundgang durch die City. Ich hatte naemlich das riesengrosse Superglueck, dass Art Deco Festival zu erwischen! Es findet einmal im Jahr statt und ist das Ereignis in Napier. (Ich hatte daher noch Glueck, dass ich ein Bett im 8-Bett Zimmer im Wallys Backpackers bekommen hatte.)

Fast alle Einwohner (und Besucher) waren im Stil der 30er verkleidet (doch noch ein wenig Karneval fuer mich) und fuhren mit chicken Oldtimern durch die Stadt. An der Promenade spielte eine Big Band. Die Stimmung war einfach unbeschreiblich genial! Wie in eine andere Zeit zurueckversetzt.

Von daher war Napier an diesem Wochenende eine “Stadt ohne Ziel”. Es war immer und ueberall etwas los! Ich habe einfach die Stimmung und Musik auf mich wirken lassen, mir die tollen Autos und die kostuemierten Leute angeschaut.

Ein weiteres Highlight war, dass das Kreuzfahrschiff Queen Victoria im Hafen lag, dass groesste was Napier je gesehen hat :-) Dort pilgerten auch alle hin, um sich das Riesenschiff anzusehen.

Ausserdem wurde sonntags mit einer Zeremonie dem grosse Erdbeben von 1931 gedacht. Es war das groesste in Neuseeland und Napier wurde damals zerstoert.

An einem Vormittag habe ich eine Tour zum Cape Kidnappers mitgemacht. Schon alleine die Fahrt ans Ende der Kueste war ein Abenteuer fuer sich mit den steilen Klippen und Abhaengen. Am Cape sind die Gannets (Toelpel) zu Hause, die dort eine der wenigen Kolonien haben. Es war nett die Tiere zu beobachten, zumal die Kulisse wirklich spektakulaer war!

http://www.neuseeland-news.com/page22.html

Am letzten Tag habe ich noch eine Rundfahrt durch das TukiTuki Valley mit Besuch des Te Mata Peak mitgemacht. Der Blick war sehr schoen, wenn auch etwas zu bewoelkt. Danach artete die Tour in eine Schlemmerarie aus. Wine Tasting, Cheese Tasting, Schnaps, Schokolade und Erdbeeren ;-) Damit kenne ich die einheimischen Genuesse der Hawkes Bay wohl jetzt alle :-))

Nach drei sehr schoenen genussvollen Tagen habe ich mich entschlossen, weiter nach Wellington zu fahren.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Are you OK??

hier einmal ein Bericht ueber das Reisen in Neuseeland - wie ich es nach 7 Wochen empfinde und erlebe.

"Are you ok?" ist einer der Saetze die ich staendig hoere. Wenn ich ein Geschaeft betrete, auf einem meiner Wanderungen stocke oder einfach ein paar Sekunden zoegere, um mich zu orientieren... Es wird einem immer Hilfe angeboten, egal wo und in welcher Situation. Vielleicht mache ich auch einfach einen so hilfsbeduerftigen Eindruck ;-) Wenn ich dann wirklich mal nur stehengeblieben bin, um zu ueberlegen wo ich hingehen moechte, dann muss ich erstmal "beweisen", dass ich auch wirklich OK bin.

Ausserdem sind die Neuseelaender sehr besorgt, oft wird mir gesagt ich solle auf mich aufpassen, vorsichtig sein etc. ("Take care", "Be careful!") Vielleicht liegt
es auch daran, dass vor kurzem eine schottische Backpackerin in Taupo ermordet wurde (was natuerlich
ueberall passieren kann). Ich habe jedenfalls hier genausowenig Angst, alleine irgendwo herzugehen wie in Koeln.

Ein weiterer Ausruf, egal ob man im Hostel aufs Zimmer kommt und sich vorstellt oder ihn auf der Strasse
auffaengt: "So many Germans!" Kann ich bald nicht mehr hoeren aber es stimmt ja, es sind so many Germans unterwegs! Ausserdem auch many Englaender und Hollaender.

Ich finde auch die Neuseelaender untereinander gehen sehr nett und humorvoll miteinander um. Immer ein nettes Wort und wenn man seines Weges geht und Leute trifft wird immer freundlich gegruesst, als ob man sich schon ewig kennt :-) Sogar beim Busfahrer bedankt man sich beim aussteigen. Selbst die Schulkinder bedanken sich bei ihrem Fahrer fuer die Fahrt, das habe ich einmal beobachtet und fand es total suess. Kann mich nicht daran erinnern, dass wir das frueher gemacht haben.

Insgesamt erlebe ich Neuseeland als sehr enspanntes, lockeres Land. Irgendwie ist (fast) alles moeglich
und (fast) nichts ein groesseres Problem.

Das buchen bzw. umbuchen und fahren mit den Intercity Bussen klappt auch prima und unkompliziert. Die Busse sind puentklich, wirklich bequem und die Busfahrer
nett (manchmal erzaehlen sie einem sogar etwas ueber die Gegend durch die man faehrt oder machen Fotostopps, was ich wirklich klasse finde).
Statt zu lesen, schaue ich eigentlich nur aus dem Fenster und bestaune die sich immer wieder veraendernde, tolle und faszinierende Landschaft. Es kommt mir dann so vor, als wuerde ich mir einen Film ansehen, der da draussen ablaeuft!
Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Strassenschilder und Straeucher fotografiert ;-)

Ueberhaupt, wenn es die Fotosucht gibt, ich habe sie definitiv! Plant schonmal einen einwoechigen Urlaub fuer die Fotosession ein wenn ich wieder da bin :-)

Besonders gefaellt mir, dass ich bisher fast immer in einem Ort am Meer oder an einem See war. Daran kann man sich wirklich gewoehnen. Selbst wenn es keine Bade- sondern eher Surfstraende sind, so ist das Flair doch gleich ein ganz anderes und ich liebe es, abends am Strand entlangzugehen!

Was ich auch sehr zu schaetzen weiss ist die Zeit die ich hier habe. Dass dies wirklich Luxus ist sehe ich an anderen Reisenden, die oft von einem Ort zum anderen hetzen, nach einem Tag weiterfahren muessen (ich habe sogar Leute getroffen, die sich Nord-und Suedinsel in 2 Wochen ansehen wollten, was natuerlich keinen grossen Sinn macht), waehrend ich auch mal 5-6 Tage bleiben kann je nach Lust und Laune. Bisher habe ich die Zeit auch ganz gut eingeplant und war nie zu lange an einem Ort aber lange genug, um alles in Ruhe ansehen zu koennen. Das ist schon klasse.

Auch von den Hostels war ich bisher recht begeistert (wenn man das von Backpackerunterkuenften sagen kann), habe mich meist wohlgefuehlt und war (manchmal) fast schon traurig, abreisen zu muessen! Manchmal zaehlen eben die kleinen Dinge wie z.B. dass man draussen sitzen kann, eine schoene Aussicht hat, ein sauberes Bad oder mehr als 3 TV Programme hat :-)

Also insgesamt fuehle ich mich richtig wohl, freue mich auf jeden neuen Tag und jedes neues Ziel. Bin irgendwie angekommen im Reisealltag und geniesse es mehr, bin entspannter, hetze mich nicht mehr so sehr ab. Natuerlich moechte ich immer noch so viel wie moeglich vom Land sehen aber wenn ich einen Ort ausfallen lassen muss ist das eben auch kein Drama. Dann halte ich mich lieber laenger an den mir wichtigen Orten auf, um dort auch alles sehen zu koennen.

Dinge die von Zeit zu Zeit ein wenig nerven: wie schon erwaehnt, die Schwierigkeiten wenn man ohne Auto unterwegs ist. Es muessen Touren gebucht werden und wenn das nicht geht hat man eben Pech gehabt. Ich laufe jeden Tag zig Kilometer, was ja nicht weiter schlimm ist. Wenn aber dann das Hostel oder/und der Supermarkt ewig weit entfernt sind, laeuft man eben mal 30min hin und zurueck was nach dem einkaufen in einen ziemlichen Kraftakt ausarten.

Naja ein paar mehr Ampeln und Fussgaengerueberwege koennte es auch geben, manchmal richtig spannend, ob man es noch ueber die Strasse schafft oder nicht.

Sonst habe ich nix zu meckern ;-)

Sonstiges:

mein neuer Lieblingssupermarkt heisst: PAK'nSAFE! Die anderen (Countdown, Foodmarket, New World, Woolworth) sind zwar aehnlich aber das ist eben der Groesste und Beste wie ich finde und meine Sehnsucht nach Aldi ist nicht mehr soo gross.

Bin der absolute Beerenfan geworden. Hier gibt es aber auch alles in Beerenform: Beerenmuesli, Eis (sehr koestlich), Nachtisch. Besonders die Boysenberry (Brombeere) hat es mir angetan.

Ich habe beschlossen, nicht mehr in den Hostelkuechen zu kochen, bzw. nur noch das Noetigste. Es kostet mich einfach zu viele Nerven. Es ist schon anstrengend, eine Suppe aufzuwaermen. Man muss sich immer anstellen (um die Mikrowelle zu benutzen, ans Besteck zu kommen, um spuelen zu koennen etc.), steht immer im Weg, andere stehen einem im Weg. Staendig sagt jemand "Sorry" weil sich sowohl derjenige, der im Weg steht entschuldigen muss als auch derjenige der vorbeigehen moechte. Von daher gibt es die naechsten Monate Fertiggerichte, die lecker und ausserdem noch billiger sind.

Weltuntergang und Sonnenaufgang in Gisborne

Von Whakatane ging es dann weiter nach Gisborne. Die Fahrt war ganz toll, es ging durchs Inland und an Nationalparks vorbei und die Landschaft war enorm schoen, so dass ich statt zu lesen eigentlich nur am Busfenster klebte und staunte :-) Die Ankunft in Gisborne war eher feucht als frohlich. Meine Unterkunft war ca. 3 Minuten von der Busstation entfernt aber kurz vor dem Ziel ging ploetzlich ein Unwetter los und innerhalb von Sekunden war ich und mein Gepaeck komplett durchnaesst! Ich habe dann versucht, den Koffer zu tragen weil ja alles voellig ueberschwemmt war und bin zu allem Ueberfluss noch mit beiden Fuessen in eine Riesenpfuetze getreten. Da musste ich wirklich erstmal lachen. Die Macher von Pleiten, Pecht und Pannen haetten ihre Freude gehabt :-)
Naja irgendwann hoerte es aber doch mal auf. Wetter eben...

Eigentlich wollte ich in Gisborne eine Tour zum East Cape und zum Drehort von "Whale Rider" Whangara machen. Es gab auch Touren aber leider nicht fuer mich alleine. Ich bin wohl die einzigste Touristin ohne Auto, die sich fuer solche Ausfluege interessiert... Das war erstmal frustrierend muss ich sagen, wo ich extra zwei Tage eingeplant hatte.

Der Ort ist aber ganz schoen und ich habe mir die Stadt u.a. von einen Aussichtshuegel aus angesehen.

Meine Unterkunft war diesmal der Holiday Park, den ich mal ausprobieren wollte. Ich hatte eine Kabine fuer mich alleine, was auch mal schoen war. Es ist ansonsten ein Campingplatz und liegt gleich am Meer. Allerdings ist er nicht gut ausgestattet, halt nur fuer Camper die ihr eigenes Geschirr etc. haben aber nich Backpackergeeignet.

Eine Sehenswuerdigkeit, die kostenlos war und fuer die ich keinen Bus brauchte, war der Sonnenaufgang. Deshalb beruehmt weil Gisborne die oestlichste Stadt der Welt ist und als Erstes das Licht sieht. Also habe ich mich um 6.20 Uhr, mit Kaffee ausgeruestet auf den Weg zum Strand gemacht und habe das erste Licht des Tages als erster Mensch auf der Welt (naja ganz alleine war ich dann doch nicht) begruesst.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gisborne

Dienstag, 12. Februar 2008

Whakatane

ist bekannt dafuer, dass man von dort White Island am Besten erreichen kann. White Island ist ein aktiver Vulkan, den man ueberfliegen und/oder auch begehen kann. Viele Touren werden angeboten. Seit ich eine dieser Touren vor Jahren mal beim Traumschiff im TV gesehen hatte, hat mich der Anblick fasziniert und ich wollte dort auch unbedingt hin. Allerdings war mir der Flug im Moment ein wenig zu teuer und ich habe es (erstmal) nicht gemacht.

http://www.wi.co.nz/
http://en.wikipedia.org/wiki/Whakaari/White_Island

Ich bin mir aber fast sicher, dass ich nochmal in die Gegend komme, z.B. zum arbeiten, dann kann ich das nachholen.

Stattdessen wollte ich einen der Spaziergaenge machen, der allerdings wieder zum Mammutwalk wurde. Eigentlich sollte der Kohi Point Walk zum Ohope Beach ca. 2 1/2 Stunden dauern, was ich ganz angenehm fand. Allerdings ging es die ganze Zeit steil bergauf oder steil berab, so dass ich ganz schoen ins Schwitzen kam erst recht als ich auch noch ziemlich schmale Wege und ziemlich steile Treppen ueberwinden musste. An einem Strand durfte ich noch ueber Klippen und Felsen klettern-ein Spaziergang war es jedenfalls nicht :-) Den Weg nach Ohope habe ich dann entlang einer Schnellstrasse zurueckgelegt, was auch nicht gerade schoen war :-( Gottseidank fuhr von dort ein Bus zurueck, 4 Stunden Anstrengung haben mir auch erstmal gereicht. Zu Hause werde ich mir erstmal 1-2 neue Kniescheiben goennen... Vielleicht sollte ich meine Wanderungen demnaechst besser auf die Einkaufsstrassen der Innenstaedte beschraenken ;-)

Samstag, 9. Februar 2008

Mud fever in Rotorua

in Rotorua habe ich mich so richtig wohlgefuehlt, wie ich mir vorher schon gedacht habe. Gut, dass ich vier volle Tage eingeplant hatte. Von anderen Leuten habe ich gehoert, dass man es nicht lange in Rotorua aushaelt wegen des starken Schwefelgeruchs (faule Eier), von dem einem schlecht wird und die Stadt sei nicht schoen und zu touristisch. Also ich fand den Schwefelgerucht nicht allzuschlimm und schlecht ist mir auch nicht geworden :-) Ausserdem ist die Stadt wirklich huebsch und touristisch ist es nunmal ueberall. Ich bin ja schliesslich auch keine Einheimische sondern Touristin und bin froh ueber die tollen Sachen, die (an)geboten werden.

Jedenfalls gab es hier so viel zu sehen, dass ich mir wirklich gut ueberlegen musste, was ich mir anschauen moechte/kann. So war jeder Tag schoen ausgefuellt, so wie es mir gefaellt :-)

Tag 1: Ankunft und Info
Tag 2: Kombinationstour der Thermalparks Wai-O-Tapu und Waimangu
Tag 3: mit der Seilbahn auf den Mt. Ngongotaha/ Spaziergang durch den Kaurai Park/ Tour zum Buried Village und Blue&Green Lake/ Schlammbad ;-)
Tag 4: Wellness-Fortsetzung! Aix Massage, Spaziergang am See, Polynesian Spa
Tag 5: Rotorua Museum, Spaziergang durch die City, Maori Show im Mitai
Tag 6: Abreise nach Whakatane

Die Thermalparks haben mich wirklich begeistert. Ueberall brodelt es und man sieht tolle Seen mit tollen Farben. Ich kann mich nicht recht entscheiden, welcher der beiden Parks mir besser gefallen hat. Im Wai-O-Tapu bricht um 10:15 jeden Tag der Lady Knox Geyser aus und ich habe ehrlich gesagt geglaubt das waere natuerlich, habe mich allerdings schon gefragt, warum das jeden Tag um die gleiche Uhrzeit passiert. Der Trick: Es wird ein Stueck Seife in den Krater hineingeworfen, um den Ausbruch zu bewirken :-) Naja... es sah jedenfalls gut aus. Waimangu ist groesser und man hat tolle Aussichtspunkte und einen herrlichen Spaziergang durch die Natur.

Das Buried Village war eines der Doerfer die von dem Ausbruch des Mt. Tarawera 1886 verschuettet wurde. Es ist jetzt nachgebaut (teilweise sind auch noch originale erhalten) und besonders interessant fand ich die Stories und Sagen rund um den Ausbruch. Mir faellt auf, dass die Maoris sehr stolz auf ihre Geschichte sind und daher sehr begeistert und interessant erzaehlen, so dass man wirklich gefesselt wird. http://en.wikipedia.org/wiki/Mount_Tarawera

Besonders gut hat mir natuerlich mein selbst zusammengestelltes Wellness Programm gefallen. Im QE Health Center habe ich mir ein Schlammbad und eine Aix Massage gegoennt. Wirklich herrlich. Abends war ich dann im Polynesian Spa, so ziemlich das bekannteste Spa hier. Es gab viele heisse Baeder zum entspannen.

Das Rotorua und der Government Gardens sahen schon von aussen superschoen aus und auch das Museum selber war interessant. Es war das alte Badehaus und man konnte original Baeder sehen und einen Film.

Am letzten Abend habe ich mir eine der Shows angesehen. Die finden in einem Maori Dorf statt und es wird eine Tanzshow der Einheimischen gezeigt. Es war eine ziemliche Massenveranstaltung und dass Touris mit einbezogen wurden fand ich dann doch recht albern und unpassend. Das traditionelle Hangi Essen hat aber wirklich gut geschmeckt. Im Anschluss gab es eine Fuehrung durch den Rainbow Springs Park im dunkeln, der mit bunten Farben beleuchtet war. Hier wurden uns einige Tiere und Pflanzen erklaert und - ich habe meinen ersten KIWI VOGEL in der Aufzuchtstation gesehen! Er lief ganz lustig immer dieselbe Runde in seinem Kaefig. Natuerlich durften wir nicht mit Blitz fotografieren, daher duerfte man auf den Fotos nicht viel sehen.

http://www.mitai.co.nz/Mitai_Maori_Village/Beauty_by_Night_IDL=3_IDT=1178_ID=6747_.html

Insgesamt war Rotorua ein wirkliches Highlight fuer mich!

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