hat Kevin Rudd den Premier John Howard abgeloest und ich war quasi live bei der Wahl dabei ;-)
Natalie hat bei Australien Idol gewonnen und ist mit einem Wahnsinnsevent in Sydney gefeiert worden.
"Who wants to be a Multimillionaer" ist in die Sommerpause gegangen.
Das war so das Wichtigste... ;-)
Paradise - 5. Dez, 09:55
* Namensaenderung: da ich hier immer und von allen "Danny" genannt und geschrieben werde, habe ich beschlossen, den Namen anzunehmen und mich umzubenennen :-) Die Alternative ist uebrigens Danielle, was mir auch gut gefaellt.
* Mein Koffer hat sich am 20.11 sein Rad gebrochen und musste in Perth zum Arzt. Der Gips ist mittlerweile ab und es geht ihm schon wieder gut.
*weihnachtlich ist mir ueberhaupt nicht zumute, obwohl hier auch alles geschmueckt ist und ich gestern schon die erste Weihnachtsmusik gehoert habe. Aber bei 30 Grad und ohne Weihnachtsmaerkt und das alljaehrliche Plaetzchenbacken kommt kein Weihnachtsfeeling auf ;-)
*entgueltiger Abschied von Perth und Faszit Western Australia: auch wenn ich mich freue, dass es jetzt weitergeht tut es mir richtig leid, mich von Perth verabschieden zu muessen. Die Westkueste hat mir einfach wahnsinnig gut gefallen und ich verstehe gar nicht, warum man so wenig davon hoert in Reisesendungen etc. Oft wird nur die Ostkueste erwaehnt aber die anderen Reisenden und ich sind uns einig, dass die Westkueste sogar teilweise noch schoener ist und wirklich viel zu bieten hat, es ist nicht nur Perth und runderhum das Outback. Wenn ich da nur an die vielen Suedseestraende denke, die tollen Kuestenformationen, Nationalparks, das Ningaloo Reef, die Weingebiete und Waelder und viieles mehr!! Definitiv eine Reise wert oder auch zwei.
* Morgen geht es weiter nach Tasmanien fuer 2 Wochen. Dann warte ich sehnsuechtig auf mein grosses Highlight und schoenstes Weihnachtsgeschenk: Tom besucht mich in Sydney und wir verbringen Weihnachten und New Year zusammen!! :-))) Alle Reisenden haben mich schon maechtig beneidet, denn jeder vermisst seine Familie und Freunde so sehr, darum ist es wirklich etwas Besonderes Besuch zu bekommen.
Paradise - 2. Dez, 03:00
In den letzten Wochen konnte ich mir ja ganz gut einen Eindruck ueber das Backpackerleben verschaffen und habe mir ziemlich viele Gedanken darueber gemacht. Ich versuche einfach mal, alles aufzuzaehlen, damit ihr Euch einen Eindruck verschaffen koennt.
Mir ist letztens ein guter Vergleich eingefallen: stellt Euch vor, ihr wuerdet an einem Tag einen neuen Job und eine neue Wohnung suchen und einen Urlaub planen und am naechsten Tag einen neuen Job anfangen, umziehen und in Urlaub fahren - und das jede Woche :-)
Ausserdem ist manchen anderen Backpackern und mir aufgefallen, dass man eigentlich fast immer nur von den schoenen Erlebnissen berichtet und die schoensten Fotos einstellt, was dann so aussieht als wuerde man hier einen relaxten Dauerurlaub geniessen. Das moechte ich mit dem Bericht und den passenden Fotos aendern.
Aber natuerlich ueberwiegen die Sonnenseiten, sonst kaeme jeder Backpacker ja schon nach einem Monat zurueck ;-)
Also definitiv zu den Schattenseiten gehoeren die Hostels. Es ist einfach fast immer dreckig und recht ungemuetlich. Manchmal leisten einem die Schaben und Kakerlaken in der Kueche Gesellschaft, manchmal ist es selbst denen zu dreckig ;-) Auch mit eisigkaltem Wasser in der Dusche ist zu rechnen, nie war ich so schnell fertig mit meiner Koerperpflege...
Mit ca. 6-8 anderen Menschen in einem Raum zu schlafen ist auch nicht immer so witzig, es ist wahnsinnig eng und jeder hat ja Gepaeck fuer ein Jahr dabei! Da natuerlich jeder seinen anderen Rhytmus hat, bedeutet das, dass durch bzw. ausschlafen fast unmoeglich ist. Bis 7.30/8 Uhr schlafen zu koennen, ist fuer mich der grosse Luxus, da sind auch die Wochenenden keine Ausnahme. Ruecksichtnahme ist hier nicht angesagt und wenn mitten in der Nacht das Zimmer gestuermt wird, nuetzen mir auch meine geliebten Ohrenstopfen nichts.
Wenn man sich mit 6-8 Maedels ein Bad teilt ist es auch eine Kunst, sich gemeinsam die Zaehne zu putzen -mit abwechselndem ausspucken (ja so ist das) :-( Kurz gesagt, Privatsphaere ist niemals moeglich!
Man wird auch mit den Angewohnheiten der unterschiedlichsten Leute konfrontiert, was manchmal sehr unangenehm sein kann... Es sind schon komische Leute dabei, denen man besser aus dem Weg geht. Einige vertrinken ihr hart erarbeitetes Geld von morgens an, manche sind einfach ruecksichtslos oder verschlafen den Tag in ihrem Zimmer... usw. Doch ich muss sagen, bei den meisten Reisenden steht das entdecken und erleben an erster Stelle.
Was auch nerven kann ist die Tatsache, dass man staendig warten muss. Auf das Internet, das Telefon, ein freies Waschbecken, eine Dusche oder Toilette, eine Spuele zum spuelen, eine Waschmaschine zum waschen. Man kann niemals das machen, was man gerade moechte weil eben auch noch andere Leute die gleichen Ideen haben. Planen kann man eigentlich nie etwas weil doch meist etwas dazwischenkommt oder es anders laeuft als man es wollte, was allerdings auch Vorteile haben kann.
Meine persoenliche Schattenseite ist mein Gepaeck, was immer schwerer und unhandlicher wird. Obwohl ich fleissig aussortiere kommt eher noch mehr dazu.
Zu den Fliegen habe ich ja schon einiges gesagt, sie nerven auch weiterhin und selbst die Australier fluchen fleissig vor sich hin. Noch mehr stoeren mich die vielen anderen Tierchen die auch oft in den Badezimmern zu finden sind wie z.B. Spinnen und Kaefergetier.
Heimweh, bzw. die Sehnsucht nach den Lieben daheim gehoert fuer mich irgendwie dazu, was ich auch nicht schlimm finde. Wenn ich im Bus sitze und an zu Hause denke, fliesst schon die ein oder andere Traene. Aber es ist nicht so schlimm, dass mir das Reisen keinen Spass machen wuerde, es gehoert einfach dazu geht aber auch vorbei. Manchmal ist es frustrierend fuer mich, wenn ich etwas tolles erlebe oder auch mal einen Rat brauche, nicht einfach anrufen zu koennen. Oft hat meine Telefonkarte in Orten ausserhalb von Perth nicht funktioniert oder durch die Zeitverschiebung war telefonieren nicht moeglich. Das ist wirklich hart, alles mit sich alleine ausmachen zu muessen!
Allerdings muss ich sagen, dass die Schattenseiten doch auch irgendwie die Sonnenseiten ausmachen.
All diese nicht so tollen Erfahrungen bereichern mich trotzdem, einfach weil ich lerne damit umzugehen, nicht so empflindlich zu sein. Ich lerne Menschen, Charakteren und andere Lebensweisen zu akzeptieren. Ich lerne mit Misserfolgen umzugehen und zu akzeptieren wenn etwas nicht so funktioniert wie ich mir das gewuenscht habe. Meist muss ich mich schnell auf neue Situationen einstellen und da ich fuer jeden Tag selber verantwortlich bin, versuche ich das Beste daraus zu machen und manchmal bietet das auch neue Chancen etwas ganz anderes aber vielleicht besseres zu erleben. Oft habe ich auch gar keine Zeit, etwas hinterherzutrauern weil schon die naechsten Planungen anstehen, auf die ich mich konzentrieren muss. Es gibt immer neue Perspektiven und Alternativen wenn man es nur zulaesst und sich darauf einstellt.
Ich weiss es auch viel mehr zu schaetzen, welchen Luxus ich zu Hause hatte. Ein gefuellter Kuehlschrank, ein gemuetliches zu Hause und vor allem viele vertrauten Menschen um mich herum, mit denen ich reden konnte.
Besonders interessant sind natuerlich die vielen Begegnungen unterwegs. Es ist toll zu erfahren, was andere so erlebt haben, welche Jobs sie hatten und welche Planungen anstehen. Wenn man in einem Zimmer zusammen uebernachtet wird natuerlich viel gekloent und sich ausgetauscht mit saemtlichen Lebensgeschichten. Da kann man wirklich Studien betreiben! Hochinteressant. Jeder hat seine eigenen Probleme im Gepaeck und die meisten nutzen die Reise, um sich ueber Dinge klarzuwerden, selbstbewusster zu werden oder etwas neues anzufangen. Doch jedem wird klar, dass man die Probleme von zu Hause auch mit auf reisen nimmt, was manchmal nicht so einfach zu akzeptieren ist. Ich habe auf jedenfall schon viele nette Leute kennengelernt. Leider ist die Chance in Kontakt zu bleiben meist gering, weil jeder seine eigenen Reiseplaene hat und man sich wahrscheinlich nicht wiedertreffen kann. Das finde ich immer etwas schade, wenn man eine schoene Zeit zusammen verbracht hat.
Auch wenn es sich kitschig anhoert aber am meisten beeindruckt mich immer noch die Schoenheit unserer Erde!! Manchmal bin ich einfach ganz geruehrt und erfuerchtig, dass ich all das erleben darf und die wunderschoenen und vielfaeltigen Landschaften geniessen kann. Das macht einfach alles aus und darum koennen die Schattenseiten einem den Spass am reisen definitiv nicht verderben!
Paradise - 1. Dez, 10:05
von Bunbury ging dann meine Tour am Mittwoch, 28.11. weiter. Und wieder hatte ich grosses Glueck mit der Reisegruppe. Kein Partybus wie erwartet sondern richtig nette Leute. Von 11 waren es witzigerweise 7 alleinreisende Maedels, 5 davon deutsch. Wir haben Busselton gesehen, die Ngilgi Cave in Margret River, Surfers Point und haben eine Weinprobe gemacht. Nach einer Uebernachtung in Margret River ging es am naechsten Tag nach Augusta und Pemperton, wo wir im Karri Park den Gloucester Tree ueber Stufen-ungesichert 61 meter hoch klettern konnten. Ich habe mir das ganze aber von unten angesehen, einige aus der Gruppe sind hochgeklettert. Dann konnte man den Treetop Walk durch den Valley of the Giants gehen, die riesigen Baeume waren schon beeindruckend!
Nachdem wir uns in Denmark den Greens Pool in William Bay-ein schoener Strand-angesehen hatten ging es nach Albany. Am letzten Tag haben wir die beeindruckende Kueste gesehen mit riesigen Felsformationen, z.B. der Natural Bridge. Nach einer weiteren Weinprobe in Mt Barker ging es zurueck nach Perth, wo ich die 2 Tage nutze, um mal wieder Berichte in meinem Blog zu veroeffentlichen ;-)
Paradise - 1. Dez, 09:55
in Perth angekommen, war ich froh wieder in der Heimat und Zivilisation zu sein. Allerdings war der Tag ziemlich stressig weil es wieder viel zu erledigen gab. U.a. die Jobsuche... Nach einigen Telefonaten-ich hatte mich vorher im Internet erkundigt und bei einigen Stellen nachgefragt-habe ich dann endlich eine Zusage von Mr Trigwell von den Oldgoldfields in Donnybrook bekommen. Die Alternative waere Strawberry picking in Albany gewesen.
Da ich mir sowieso den Suedwesten anschauen wollte, habe ich kurzfristig eine Tour fuer den naechsten Tag mit Easyrider (http://www.easyridertours.com.au/tours/southern-curl) gebucht, eine guenstige Jump on Jump off Variante. In Bunbury (4 Stunden suedlich von Perth) endete die erste Tour dann fuer mich und ich bin von dort mit dem Bus nach Donnybrook gefahren. Donnybrook besteht aus einer Strasse mit Laeden - das wars- es entsteht also kein Sightseeingstress :-) Der IGA Supermarkt ist das absolute Hightlight, man geht dort jeden Tag einkaufen, trifft Leute (immer die gleichen), einfach weil es die einzige Abwechslung ist. Die ersten Tage habe ich im Brook Lodge Hostel, einem Working Hostel gewohnt. 95% der Gaeste waren Asiaten, die alle 3 Monate arbeiten, um ihr 2. Working Holiday Visum beantragen zu koennen. Es war also ganz schoen was los dort und ich kam mir vor wie in der Grosskueche eines Chinarestaurants weil den ganzen Tag gekocht wurde aber richtig aufwendig und gut. Nach ein paar Tagen bin ich aber umgezogen, weil ich ein guenstigeres Hotel mit Einzelzimmer und Kuehlschrank auf dem Zimmer gefunden habe-Luxus! Gut, die Kueche war weniger luxerioes, sieht man demnaechst in der Fotogalerie unter der Rubrik Schattenseiten...
Mein neuer Arbeitsplatz
http://www.oldgoldfields.com.au war wirklich wunderschoen. Eine herrliche Farm mit vielen Obstbaeumen (Pfirsiche, Nektarinen, Aepfel, Nashi Birnen...) Sah aus dort wie in einem Film. Einige andere Backpacker und ich waren fuer das Fruit Thinning der Nashi Baeume zustaendig. Das bedeutet, dass die noch nicht ausgereiften Fruechte abgeschnitten werden, nur die Besten duerfen reifen. Also quasi das Gegenteil von Fruit picking. Ich habe es killing genannt weil es mir so leid tat, so viele Fruechte einfach abschneiden und somit ueber Leben und Tot entscheiden zu muessen ;-) Allerdings auch besser als Chicken killing, der Job eines anderen Maedels aus dem Hostel ( ich war ganz geschockt-was Leute nicht alles fuer Geld machen...)
Man bekam seine Baumreihe zugeteilt und musste so schnell wie moeglich alle Aeste nach Fruechten absuchen, was manchmal nicht so einfach war, weil sich viele unter den Blaettern versteckten. Nach den ersten Tagen war ich abends ganz schoen kaputt und die verschiedensten Muskeln taten weh aber nach ca. 3 Tagen hat es angefangen Spass zu machen. Es war schoen, den ganzen Tag draussen sein zu koennen. An manchen Tagen war es angenehm bewoelkt aber wenn dann die Sonne 8 Stunden auf einen schien und es um die 30 Grad waren, dann war es schon verdammt anstrengend! Mein Fliegenhut mit Netz hat quasi mein Leben gerettet weil die Fliegen immer um einen herumsurrten und man ja mit beiden Haenden arbeitet. Witzigerweise hat mich eine Australierin gefragt, wo ich denn den Hut herhaette ;-)
Nach 2 Wochen war der Spass schon zuende aber ich haette mir gut vorstellen koenne, noch ein paar Wochen zu bleiben.
Paradise - 1. Dez, 09:33
Ja und montags startete dann mein Tauchkurs. Ich habe den Anbieter gewechselt, da der andere Kurs nicht zustande kam: Ningaloo dreaming sollte es nun sein. Eigentlich wollte ich einen Padi open Water Kurs machen aber diese Gesellschaft machte SSI Kurse (am Telefon hat man mir allerdings gesagt es sei eine PADI Schule...), was aber wohl das Gleiche ist und weltweit anerkannt. Die Gruppe bestand aus einem englischen Paar (die schonmal einen Kurs angefangen hatten) und einem deutschen Paar. Der Erste Tag bestand nur aus Theorie. Wir haben eine DVD gesehen und sind die Fragen des Buches durchgegangen. Ich hatte mich fuer das englische Buch entschieden, was natuerlich nicht ganz leicht zu verstehen war. Es ging um die Ausruestung, die Reaktionen des Koerpers (um decompression sickness oder overexpansion Injuries zu vermeiden indem man equalizing ear pressure betreibt ;-) usw..... und die Berechnung des no decompression limits anhand der repetitive group, der designation table und residual nitrogen timetable. Zu meiner Ueberraschung war der Test schon am naechsten Tag, so dass ich das Buch nicht komplett lesen konnte, was eigentlich mein Plan war. Den Test habe ich dann auch prompt nicht bestanden, 10 Fragen durfte man falsch haben, ich hatte 12 von 50 nicht geloest worauf ich eigentlich sogar stolz war-dafuer das ich die Fragen kaum verstanden habe. Ausserdem hatte der Englaender 9 Fragen falsch ;-) Beim 2. Anlauf mit Uebersetzungshilfe hat es aber dann geklappt und diesmal hatte ich nur 3 Fehler.
Als naechstes ging es in den Pool zum ueben. Rein in das superenge Suit und dann wurde uns die Ausruestung erklaert, Zylinder, Regulator, Buoyancy Control System, alternate Air Sources, submerbile pressure gauge usw... Die ganze Ausruestung am Koerper zu tragen incl. Gewichten war nicht wirklich bequem und ich konnte weder ueber noch Unterwasser die Balace halten und musste quasi in die Richtige Postition gezogen werden, was sicher ganz lustig aussah. Die Uebungen bestanden darin, dass man bestimmte Notfaelle uebte z.B. Handzeichen und anderen mit dem eigenen Ersatz Atemgeraet hilft. Besonders schwer war es, Wasser in seine Maske zu lassen und das Wasser durch die Nase auszupusten, bzw die Maske an und auszuziehen, so dass sie komplett voller Wasser war! Nach dieser Uebung hatte ich leider jedesmal schmerzen beim einatmen, so dass es unertraeglich war zu atmen, selbst ueberwasser hatte ich noch Probleme, was aber keinen so recht kuemmerte... Die Uebungen habe ich zwar alle geschafft und bestanden aber ich habe mich insgesamt sehr unwohl gefuehlt und ich konnte mir nicht vorstellen, am naechsten Tag in 15 Meter Tiefe im Meer zu tauchen. Es ist ja auch nicht ganz ungefaehrlich gerade was das ab und auftauchen angeht muss man richtig aufpassen, um keine Lungenschaeden zu verursachen. Bei Panik kann man also nicht einfach wieder aufsteigen. Schweren Herzens habe ich dann beschlossen, den Tauchkurs aufzugeben, um wenigstens noch etwas Geld wiederzubekommen. Es hat mir einfach keinen Spass gemacht.
Ein bisschen bereut habe ich es dann schon aber in dem Moment war es mir einfach zu gefaehrlich, meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen, fuer einen Sport der mir keinen Spass bringt. Danach war ich erstmal ziemlich depremiert, natuerlich wegen der Kosten und auch weil es ja mein grosser Wunsch gewesen ist, tauchen zu lernen. Ich habe aber ein Zertifitkat bekommen, weil ich ja quasi schon fast alles bestanden habe- und kann den Tauchkurs irgendwo anders weitermachen wenn ich moechte.
Jetzt galt es die Zeit in Exmouth totzuschlagen, es gab dort wirklich nicht viel zu tun und ich musste bis sonntags warten. Dann habe ich aber zwei nette deutsche Christinen kennengelernt (viele Gruesse an beide) und hatte so eine schoene Ablenkung. Ausserdem hatte das Hostel einen Pool, wo ich tagsueber relaxen konnte. An einem Tag haben wir eine Schnorcheltour gemacht, was Spass gemacht hat. Schnorcheln liegt mir schon eher und es ist soo einfach :-)
Sonntags bin ich mit der naechsten Red Earth Truppe zurueck nach Perth gefahren. 10 Stunden am 1., 6 Stunden am 2. Tag. Der 1. Tag ging eigentlich, der 2. war schon anstrengender. Unterwegs waren es 44 (!) Grad und ich habe eine sms aus Deutschland bekommen, dass es jetzt schneit...
Paradise - 13. Nov, 09:50
So da bin ich mal wieder, mit vielen neuen Erlebnissen im Gepaeck :-) Die Bustour nach Exmouth war wirklich genial, was ich in dieser Woche erlebt habe ist unfassbar! Jeder Tag war vollgepackt. Die Gruppe (16 Leute, davon 12 Maedels, 2 Jungs und 1 aelteres Paar) war supernett. so dass es richtig viel Spass gemacht hat. Terry unser Guide war auch spitze, hat uns viel gezeigt und erklaert - und ganz lecker fuer uns gekocht! Ich zaehle einfach einmal auf, was wir u.a. gesehen haben - wenn ich die Fotos einstelle, koennt ihr dann sehen was die Westkueste so alles zu bieten hat.
Also wir haben Koalas im Yanchep National Park gesehen und haben Sandboarding in den Duenen von Lancelin gemacht und bei den bekannten Pinnacles waren wir auch. Wir haben mit Schlangen gekuschelt und Prinz Leonard in der Hutt River Province besucht. Der Kalbarri National Park war wirklich sehenswert und mein persoenliches Highlight war das "abseiling". Trotz meiner Hoehenangst und extremen Angst vor Abgruenden habe ich mich eine 25 m hohe Felswand abseilen lassen (nachdem ich wirklich vor Angst geheult habe - muss ich ja zugeben...). Ich musste also angeseilt rueckwaerts die Felswand heruntersteigen, gottseidank wurde ich ganz gut mit Gespraechen abgelenkt, so dass ich es einfach gemacht habe. Nachdem ich wieder gesund am Boden angekommen war habe ich wieder geheult, diesmal vor Erleichterung. Es gibt Beweisfotos! Ich war jedenfalls ganz schoen stolz und habe ein Belohnungs Ferrero Rocher von Terry bekommen ;-)
Es ging weiter zu den Stromatalites (http://www.sharkbay.org/terrestial_enviroment/page_15.htm), Shark Bay und dem Shell beach. Ueberhaupt sind die Straende an der Westkueste Suedsee Feeling pur-wunderschoen!! In Monkey Mia konnten wir bei der Delphin Fuetterung zusehen und die Tiere waren ganz nah! Ein besonderes Erlebnis war die Uebernachtung auf einer Schafffarm im Outback. Es war soo dreckig und die "Zimmer" so unbewohnbar, dass wir die dreckigen und verrosteten Betten rausgestellt haben. Das war ein lustiger Anblick. Die Toiletten waren auch draussen in einem Haeuschen und an Hygiene war nicht zu denken ;-) Da es aber nun keine andere Moeglichkeit gab musste ich meinen ekel ueberwinden-und das wo ich ja schon recht empfindlich bin was Sauberkeit angeht. Am Lagerfeuer war es aber dann wieder gemuetlicher, allerdings weniger nachts im Schlafsack. Es war ganz schoen kalt und Spinnen, Schlangen und sonstiges Getier nah. Der traumhaft schoene Sternenhimmel und Sternschnuppen haben das aber wieder gutgemacht :-) Einen Tag waren wir in Coral Bay bevor wir in Exmouth angekommen sind. Dort konnten wir in Turquoise Bay schnorcheln, was auch traumhaft war. Die Korallen und Fische waren bunt und ich bin mit einer Schildkroete geschwommen! :-) Also ihr seht, es war eine aufregende Woche und ich habe sicher noch nicht alles aufgezaehlt!
Paradise - 13. Nov, 09:30
am 29.10. startet meine Bustour nach Exmouth:
www.redearthsafaris.com.au/tours-western-australia.htm
da ich mein Dive Medical Zertifikat bekommen habe (Vorraussetzung fuer einen Tauchkurs - medizinische Untersuchung mit Lungentest, Sehtest etc.) mache ich dann im Anschluss einen 4taegigen Tauchkurs:
http://www.villagedive.com.au/
am 11./12. fahre ich dann mit der Bustour zurueck nach Perth und dann??? Gerne wuerde ich ein paar Wochen fruit picken... Es gibt mehrere Moeglichkeiten, wo ich das machen koennte. Im Suedwesten (Beeren, Aepfel), im Sueden (Weinernte) oder im Osten (Orangen). Noch habe ich mich nicht entschieden :-)
Paradise - 22. Okt, 13:32
mein 2. Paar Schuhe von dem ich mich trennen musste. Sie trugen mich durch den Schnee Mailands, die weiten Amerikas und die Strassen Japans... Ich bin sehr traurig ueber den Verlust ;-)
Paradise - 22. Okt, 13:12
jetzt bin ich also schon vier Wochen in Perth und durft bisher 3 Wochen den Arbeitsalltag erleben. Ich kann Euch berichten: es ist eigentlich nicht viel anders als in Deutschland auch. Man geht arbeiten, ist danach muede, hat trotzdem noch jede Menge zu erledigen. Man freut sich auf das Wochenende aber auch das hat hier nur zwei Tage und geht dementsprechend schnell zuende :-) Allerdings strotzen die Wochenenden dafuer vor Lebensqualitaet. Die Stadt gefaellt mir jeden Tag besser und es gibt unheimlich viel zu sehen und ich entdecke immer wieder neue schoene Plaetze, Parks etc. Liegt wohl auch daran, dass ich neu hier bin ;-) Das Wetter ist fast immer schoen, ein herrlicher strahlend blauer Himmel und es ist warm aber trotzdem mit frischer Luft. Langsam faengt allerdings die Zeit der Fliegen an, die einem auf dem Mund, den Wimpern einfach ueberall sitzen und sich auch durch permanente Handbewegung nicht verscheuchen lassen.
An die Arbeit im Cafe habe ich mich gut gewoehnt und die Kollegen sind nett (natuerlich nicht soo nett wie meine RO Kollegen aber das geht ja auch gar nicht). Es gibt natuerlich etwas schoeneres als seine Arme 5 Stunden am Tag in den Essensresten der Leute zu baden, schwere Kisten mit Geschirr zu schleppen und Muellsaecke zu transportieren... Aber es ist eine gute Erfahrung, haelt mich fit und beim naechsten mal weiss ich ja, was auf mich zukommt! Tagtaeglich balanciere ich meine Cafes a la Flat White, Mocca, Long Black etc, skinny, decaf, weak in a Mug or in a Cup wenn die Glocke leutet. Ist immer ganz schoen stressig weil ich gleichzeitig auch abraeumen, Tische putzen und spuelen muss. Mein Standardsatz lautet: "Are you waiting for anything else?" und "sorry" sagt man irgendwie auch staendig weil man sich z.B. auch mitentschuldigt wenn man angerempelt wurde ;-) Es gibt sogar eine Frau Hansen und einen Herrn Bosbach am Empfang des Forrest Centers allerdings gruessen sie selten zurueck geschweige denn, dass sie meinen Namen kennen :-( Viele der Gaeste kenne ich auch schon weil sie jeden Tag ins Cafe kommen. Dann weiss ich schon wer was bestellen wird ;-) Die Kaffees schmecken auch wirklich alle toll, die meisten habe ich schon probiert!
An den Wochenenden unternehme ich meist etwas, ich war letztens auf Rottnest Island (ca. 1 1/2 Stunden mit der Faehre von Perth), das war herrlich, die Insel besteht aus Buchten mit klarem Wasser wie in der Suedsee-traumhaft schoen! Ich geniesse hier die Natur sehr, manchmal ist man an wunderschoenen Plaetzen und denkt man waere alleine auf der Welt. In der Naehe des Appartments gibt es auch tolle Parks mit herrlichen Blumen. Auch eine Insel habe ich mir angesehen und lag dort im Gras mit Blick auf Perth und drei Kaengurus hinter mir :-) Wie im Bilderbuch! Ach ja, eine Bustour zum Wave Rock habe ich auch mitgemacht. Viele sagen, es sei ja nur ein Felsen, 400 km von Perth entfernt. Ich fand die Formation einer Welle allerdings super (siehe Fotos) und ausserdem habe ich viel von der Landschaft gesehen auf der Fahrt und wir haben einige Zwischenstops gemacht.
Seit heute wohne ich in einem Hostel (ein bisschen sparen ist angesagt) naja es sind halt natuerlich mehr als 2 Leute als bisher da, muss mich wohl noch an den Trubel gewoehnen.
Naechste Woche ist meine letzte Woche hier, schade! Aber ich freue mich auch auf meine 7taegige Bustour Richtung Norden...
Paradise - 20. Okt, 13:44
Jetzt bin ich also schon eine Woche Perth und habe mich schon gut eingelebt und mich selber gewundert, wie schnell das geht. Ich kenne die Oeffnungszeiten der Laeden, habe meine Laundry des Vertrauens gefunden - und das Wichtigste - eine Job! Die ersten Tage war ich permanent unterwegs weil es so viel zu Organisieren gab. Es war ziemlich muehsam und alles was zu Hause selbstverstaendlich ist und nebenher laeuft muss erstmal ausgekundschaftet werden. Diesmal waren es ja nicht nur Urlaub sondern auch viele andere Dinge, wie die Suche nach einer Unterkunft, einem Job, eine Steuernummer musste ich mir besorgen, diverse Einkaufe erledigen, auch mal wieder waschen, die Stadt erkunden usw. Es war ein komisches Gefuehl, zu wissen dass ich hier ersteinmal laenger bleiben werde als 2 Tage.
Bei den Rundgaengen durch die Stadt habe ich festgestellt, dass es mehr als genug Arbeit gibt. Wirklich an jedem 2. Geschaeft hing ein Aushang!! Also habe ich Lebenslaeufe ausgedruckt, sie in der Stadt verteilt, mich online beworben, angerufen und die Zeitung studiert - oder einfach nachgefragt. Zur Auswahl standen z.B. Kleidungsgeschaefte, eine Croissant Bakery (mein Favorit ;-)), Internetshops usw. Leider scheiterte es oft daran, dass ich ja nur 4 Wochen bleiben wollte, was man ja verstehen kann. Mittwochs hatte ich dann aber einen Anruf vom Aroma Cafe mit einer Einladung zum Vorstellungsgespraech, Donnerstag hatte ich einen Probetag und war eingestellt :-) Jetzt bin ich also Waitress, den Job wollte ich ueberhaupt nicht machen-eigentlich. Dachte ich waere dafuer zu ungeschickt aber es sind noch keine schlimmeren Unfaelle passiert ;-) Ich muss sagen, es macht sogar Spass! Es ist wahnsinnig stressig und die 5 Stunden (9.30 Uhr bis 14.30 Uhr) gehen sehr schnell herum. Ich muss in der Kueche helfen aber hauptsaechlich auf das klingeln achten, den Kaffee/ das Essen rausbringen, die Tische abdecken und sauber halten. Das Cafe ist im Financial District und Mittags wenn die Leute zum Lunch dort sind ist es sehr voll.
Im Moment wohne ich in einem Apartment mit zwei anderen (Elena und Craig), habe ein Einzelzimmer aber wir teilen Kueche und Bad. Wir wurden quasi ausqatiert weil im Hostel kein Platz war, was natuerlich besser war!
Perth gefaellt mir auch sehr gut und an den Wochenenden bleibt Zeit, um die Umgebung zu erkunden. Ich war schon im Kings Park bei strahlend blauem Fruehlingshimmel, von dort hat man einen tollen Blick auf die Stadt und die Straende. Gestern war ich in Fremantle, ein Ort in der Naehe auch sehr nett mit Strand und Hafen. Im Moment ist hier die Wildbluetenzeit und ich habe schon einige sehr schoene sehen koennen.
Fuehle mich schon ein bisschen als "Bewohner", obwohl ich auch noch mit Map und Fotoapparat durch die Stadt laufe ;-) Denke, durch die Arbeit wird es sich bald ein bisschen Alltag einstellen, was nach der rumreiserei auch mal schoen ist.
Mein Plan ist es, bis zum 26.10. hierzubleiben und danach den Westen noch ein wenig zu erkunden.
Bis dahin
Eure Daniela
Paradise - 1. Okt, 08:50
Ich war doch sehr kaputt und ausgelaugt von der Reiserei. Da habe ich beschlossen, noch einen kurzen Badeuralub einzulegen, wenn nicht hier wo dann? Viel Zeit zum vergleichen und suchen hatte ich nicht und buchte recht schnell ein Strandhotel auf Pangkor Island.
http://www.pangkorislandbeach.com/german/gm_default.html
Also machte ich mich am 15.9. mit dem Bus ab Puduraya auf nach Lumut. Die Busfahrt war nicht so witzig, der Bus schwankte wahnsinnig hin und her. Nach 4 Stunden Busfahrt und 30 min mit der Faehre, erreichte ich dann das Paradies. Mit dem Hotel habe ich wirklich den Volltreffer gelandet. Meerblick, der Weg zum Strand betraegt 2 sec, eine sehr schoene Bucht, zwei tolle Pools und Ruhe ohne Ende. Seitdem geniesse ich es sehr am Meer zu sein, viel lesen zu koennen. Auch das Essen ist sehr vielfaeltig und unheimlich lecker.
Habe schon jede Menge Tiere hier gesehen, Krebse gibt es sehr viele und ich konnte sogar einen beim essen beobachten. Hornbills, Affen (!), viele Geckos und groessere Echsen... und auch viiele Ameisen, manchmal auch etwas groesser. Leider weiss ich seit heute, dass es auch Quallen gibt, mich hat naemlich eine “angefallen” und verbrannt.
Paradise - 19. Sep, 15:48
Also es gibt sicherlich schoenere Formen des reisens-naemlich zu zweit... Es macht schon mehr Spass wenn man sich austauschen und das erlebte mit jemandem teilen kann. Aber es ist eine Erfahrung und irgendwie habe ich mich dran gewoehnt, musste ich ja auch zwangslaeufig.
Man wird schon von den Leuten im Hotel kritisch, neugierig und mitleidig angeschaut und beobachtet habe ich das Gefuehl. Wenn man einen Tisch braucht oder irgendwo hingeht ist die Standardfrage: JUST ONE??
Es ist jeden Tag eine neue Herausforderung mit Hochs und Tiefs, man weiss nie genau, was einen so erwartet und auf welche neuen Situationen man sich wieder einstellen muss. Bisher ist eigentlich kaum ein Tag so verlaufen wie ich es geplant hatte. Mal war es gut so und auch spannend, dann auch wieder frustrierend wenn mal wieder etwas nicht klappte. Es ist wahnsinnig anstrengend (z.B. meinen 20 kg Koffer die Treppen rauf und runter zu schleppen und dabei von den Leuten fast umgerannt zu werden) und muehsam (immer wieder neu planen, organisieren, Wege suchen und erfragen, packen) aber wenn ich dann immer wieder mit tollen Erlebnissen, Blicken, Eindruecken belohnt werde dann denke ich: dafuer hat sich die Anstrengung doch gelohnt! Man waechst ja auch an seinen Herausforderungen, z.B. musste ich meine Treppenangst und Angst vor Abgruenden schon zweimal alleine ueberwinden ;-)
Im Moment lese ich das Buch Weltreise von Dieter Kreutzkamp, der schreibt mir manchmal aus der Seele was das reisen angeht. Wobei seine Art zu reisen (auf dem Fahhrad, im Kanu...) ein etwas anderes ist als mein Luxusleben hier ;-) Seit ich nun mitten im Geschehen bin mache ich mir auch keine Gedanken mehr, dass etwas nicht klappen koennte. Im Gegenteil. Meine Reiselust und das Kribbeln hat mich gepackt und ich freue mich riesig auf meine weiteren Etappen! Sogar aufs arbeiten in Australien freue ich mich und hoffe, dass ich schnell einen Job finde. Es ist ja schliesslich auch dass, was ich immer schon machen wollte! Durch die Welt tingeln mit mehr als 2 Wochen Zeit im Gepaeck...
So das wars fuer heute, Fotos gibt es auch neue! Ich freue mich immer von Euch zu hoeren und was es neues aus Deutschland zu berichten gibt!
Bis zum naechstenmal dann aus Perth...
Paradise - 19. Sep, 15:48
In Kuala Lumpur interessierten mich – wenn ich ganz ehrlich bin – nur die beruehmten Petronas Towers. Also machte ich mich noch abends auf, obwohl ich wirklich muede war. Der Anblick war gigantisch! Die Zwillingstuerme waren grell erleuchtet und sahen aus, als waeren sie in den Himmel projeziert. Die Umgebung bzw. das Innenleben konnte sich auch sehen lassen – ein Shoppingzenter und ab dem Zeitpunkt meine abendliche Anlaufstelle ;-) Mein erster Besuch im Supermarkt war ein Erlebnis. Alles war so billig, dass ich schon dachte ich verrechne mich. Ein Einkauf mit Obst, Plaetchen, Getraenken fuer 2 Euro... Nicht schlecht. Es war alles extrem guenstig.
Ansonsten schaute ich mir den Sultan Abdul Samad Palast an, den Merdeka Square mit dem hoechsten Flaggenmast...
Auch spannend war eine Busfahrt durch die City und ich war wieder die einzige Touristin...
Auch fasziniert haben mich die nicht vorhandenen Fussgaengerueberwege... Meist musste man sich selber einen Weg durch die stark befahrenen Strassen erkaempfen, was nicht leicht war! Ampeln habe ich kaum gesehen und wenn es welche gab, sind sie nicht auf gruen umgesprungen- also blieb nur die lebensgefaehrliche Variante der Strassenueberquerung :-)
Die Leute sind wieder ganz anders als in Japan. Viel aufdringlicher fuer mich teilweise unangenehm. Das habe ich schon am Flughafen gemerkt wo man von irgendwelchen Typen, die einem Teksis oder aehnliches andrehen wollten fast schon verfolgt wurde. Andere Begegnungen waren z.B. ein Mann, der mich auf der Strasse ansprach er wolle mein Freund sein, ein Maedl vermerkte, dass meine Nase well pointed sei und so ins Gespraech kommen wollte (nettes Kompliment eigentlich, hat mir auch noch keiner gesagt, dass meine Nase gut sitzt ;-) Natuerlich konnten alle ein paar Worte deutsch, alle kannten Leute die schonmal in Germany waren, dort studierten etc. hauptsaechlich in Frankfurt. Man wollte mir schon die ganze Familie vorstellen und ich sollte der Schwester, die bald in Frankfurt studiert etwas ueber Deutschland berichten. Schon lustig manchmal.
Irgendwie fuehlte ich mich in Malaysia wieder in der Zivilisation angekommen weil ploetzlich jeder wieder englisch sprach, alles war auf Englisch verzeichnet... Eine neue Welt!
Paradise - 19. Sep, 15:47
Naja, das mit “ich starte in Hakone” stimmte dann doch nicht so ganz. Als ich die Tour mit dem JapanRailpass began, zog gerade ein Taifun Richtung Tokio und somit auch Hakone. Also musste ich ganz schnell umplanen und meine Tour mit dem eigentlichen Endziel Hiroshima starten. Wie gut, dass ich so wenig geplant und noch kein einziges Hotel gebucht hatte! Haette ich ja komplett stornieren muessen. Also setzte ich mich Flugs in den Shinkansen und in 5 Stunden war ich in Hiroshima angekommen. Um 22 Uhr und ohne Hotel. Ich sah mich schon im Bahnhof uebernachten aber ein Hotel nahm mich um 22.30 Uhr auf. Damit konnte die Hetzjagd auf japanische Staedt und Sehenswuerdigkeiten beginnen ... ;-) Ich hatte mir einfach zu viel vorgenommen. Japan ist ein herrliches Reiseland, es gibt viel zu sehen und alles liegt recht weit auseinander. Am naechsten morgen startete ich eine 2stuendige Tour durch Hiroshima, wo es an sich nur den Memorial Park mit diversen Gedenkstaetten zu sehen gibt. Besonders beruehmt ist der Bomb Dome, ein Gebaude, dass nach dem Atombombenanschlag stehengeblieben ist als Ruine und heute als Denkmal. Sehr interessant ist auch das Peace Museum, wo Ueberbleibsel ausgestellt sind, z.B. Kleidungsstuecke der Opfer und Uhren, die um 8.15 als die Bombe kam, stehengeblieben sind. Die Bilder waren sehr erschreckend.
Mittags setzte ich mich dann wieder in den Zug, diesmal Richtung Himeji, wo auf einer Anhoehe ein sehr schoenes Schloss steht, fuer eine Besichtigung war die Zeit zu knapp und es war viiel zu heiss... Naechste Station dann Osaka, wieder aus dem Zug, Rucksack einschliessen und auf ins Getuemmel. (Wir sind uebrigens immer noch bei Tag 2...ich kam mir selber schon vor wie ein Japaner, schnell durch die Stadt rennen, fotografieren und wieder weg-davon mal abgesehen, dass ich auch wirklich jede Kleinigkeit fotografiert habe, was
die Japaner aber wohl sicher nachvollziehen koennen ;-)) Auch hier habe ich mir nur den Kaiserpalast auf einer Anhoehe angesehen, sah toll aus und von dort hatte man einen Blick ueber die Stadt.
Am nachmittag ging es dann weiter nach Kyoto. Dort hatte ich morgens (mit Hilfe meines Reisefuehrers) telefonisch ein Japanisches Ryokan reserviert, wie sowas aussieht seht ihr dann auf meiner Fotoseite... Jedenfalls fand ich fuer die naechste Nacht ein anderes Hotel nahezu fuer den gleichen Preis ;-) Am naechsten Tag brannte die Sonne und es standen 1000ende Tempel zur Besichtigung zur Auswahl. Ich schaffte gerade mal zwei. Man konnte mit einem Bus den ganzen Tag alle wichtigen Sights abfahren aber mir war nicht immer ganz klar, wohin der Bus denn nun fuhr das nahm viel Zeit in Anspruch. Aber ich hatte ja auch insgesamt schon genug Tempelanlagen gesehen ;-) Dafuer, wie es der Zufall so will, setzte sich bei Starbucks eine Schweizerin neben mich, die drei Monate unterwegs sein wollte. So konnten wir Erfahrungen ueber Japan austauschen und wir hatten genau die gleichen Eindruecke. Auch schoen, nochmal deutsch reden zu koennen, bzw. ueberhaupt mit jemandem zu sprechen Leider haben wir keine Emailadressen ausgetauscht, den Fehler mache ich beim naechsten mal nicht!
Am 9.9. reiste ich weiter mit nur einer Mission- ich wollte endlich den beruehmten Mt. Fuji sehen, quasi das Wahrzeichen Japans. Trotz intensiver Bemuehungen (mit dem Zug dran vorbeigefahren, zig Aussichtspunkte besucht) hatte ich ihn nie sehen koennen aber auch so gar nicht. Jedenfalls fuhr ich mit Bummelzuegen zur Station Fujiama. Da sah ich ihn-na zumindest halb, die Spitze war von Wolken bedeckt. Eine Busfahrt zum Berg dauerte leider von dort immer noch drei Stunden und ich fuhr schweren Herzens zurueck.
Jetzt stand endlich auch Hakone auf dem Programm, mein eigentlicher Startpunkt und jetzt Endstation. Hakone ist ein kleiner Ort in den Bergen liegt am See Ashi und es gibt heisse Quellen, ist ein Erholungsgebiet fuer die Japaner. Auch hier hatte ich noch kein Hotel. Die Touriinfo hat mir aber gleich ein gutes empfohlen, was ich auch gleich genomen habe. Es war auch wieder im japanese style aber richtig schoen! Ausserdem gab es heisse Quellen zur freien Nutzung. Das war herrlich erholsam. Es ist quasi eine Sauna, nur dass man eben heiss badet. Die Japaner waschen sich erstmal ganz gruendlich bevor die Quellen genutzt werden duerfen. Auch das sieht man dann auf meinen Fotos. Fuer den naechsten Tag habe ich mir nur eines gewuenscht; kein Regen bitte. Aber es regnete, schuettete, der Himmel war eine einzige Nebelwand ;-(( Langsam frustrierte mich das Wetter. Ich hatte mir wohl nicht die Beste Reisezeit ausgesucht... Zu dem Regen kamen gefuehlte 50 Grad und 200% Luftfeuchtigkeit.
Trotzdem zog ich mein Programm tapfer, ausgeruestet mit Regenjacke, Schirm und nassen Fuessen durch. Der Weg zum Lake Ashi fuehrte mit einer Bergbahn und Seilbahn ueber heisse Schwefelquellen hinweg. Trotz Anti-Wetter ein interessanter Anblick. Weiter ging es mit dem Schiff ueber den See nach Hakone Machi-ein kleiner Ort sowie Hakone Moto. Spaeter auf der Rueckfahrt hellte es sogar etwas auf. Der Blick auf den Mt. Fuji, der sich im Lake Ashi normalerweise spiegelt, blieb mir auch diesmal vergoennt. Abends belohnte ich mich dann mit einem Bad in den heissen Quellen.
Am naechsten Tag, dem letzten Tag meiner Japan Railpass Tour beschloss ich wenn schon Staedtefang im Schnelldurchgang dann auch noch Yokohama, die zweitgroesste Stadt Japans. Dort hatte ich wieder keinerlei Orientierung weil mein japanisch immer noch nicht fuer die Stadtplaene reichte ;-) Doch dann jong isch zum TUEV Rheinland Japan und fragte dort nach die sprachen zumindest englisch wenn auch kein koelsch ;-) Die Zeit reichte fuer einen Besuch des Landmark Towers und Ausblick auf die Stadt.
Irgendwie haette es meinetwegen noch weitergehen koennen, so viel hatte ich noch nicht von Japan gesehen! Trotzdem war ich auch neugierig auf Kuala Lumpur. Nach einer Nacht in Narita nahe dem Flughafen und einer nervenaufreibenden Busfahrt durch den Regen, es wurde immer spaeter, ergatterte ich doch noch meinen Wunschflug und ich glaube den letzten Platz im Flieger. So machte ich mich dann eingequetscht auf einem Platz in der Mitte von der Mitte aber zufrieden Richtung KUALA LUMPUR.
Paradise - 19. Sep, 15:46
Ein wunderschoenes Reiseland, wo es unheimlich viel zu sehen gibt und man viel Zeit einplanen sollte. Habe selten so hoefliche, hilfsbereite Menschen erlebt. Mir ist so viel aufgefallen, was mich erstaunt, belustigt, interessiert hat, dass ich mal eine Liste gemacht habe ;-)
•alles ist sehr bunt, hektisch, in Bewegung und laut auch wenn es nur ein Spielzeugladen ist
•man glaubt es ja kaum aber die Japaner sind auch ziemlich laut und treten meist in Gruppen und mit der ganzen Family auf
•es ist wirklich wie im Reisefuhrer beschrieben. Wenn man ein Kaufhaus betritt oder verlaesst, verbeugen sich die Verkaeufer. Sogar das Personal im Zug!
•Selbst wenn man ein Mc Donalds oder kleine Laeden betritt, dann ertoenen im Schall die Begruessungen aller anwesenden Verkaeufer im Laden im hohen Ton, das gleiche wenn man wieder geht. Was sie allerdings immer so alles sagen blieb mir ein Raetsel ;-)
•es gibt sehr sehr wenige Muelleimer, manchmal musste ich meine Muell den ganzen Tag mit rumschleppen, umso mehr Getraenkeautomaten gibt es aber, was sehr praktisch ist.
•Wie schon gesagt gibt es an jeder Toilette lustige Knoepfe von den Toiletten mit Klopapier gibt es wenige ebensowenig wie Seife und Tuecher
•Man hatte oft das Gefuehl, in den Zuegen findet das Leben statt. Es gibt Waschmoeglichkeiten dort (Kabinen mit Waschbecken und Vorhang) und die Leute essen dort auch ziemlich viel. Es gibt so praktische Fertiggerichte mit Reis, Fleischbaellchen und vielen Kleinigkeiten, die werden dort verputzt. (Die kann man uebrigens in jedem Supermarkt kaufen und dort werden sie auch warm gemacht) Oder eben Reispaeckchen oder Sushi. Jeder hat natuerlich seine Flasche mit div. Tee vor sich stehen ;-)
•Auch Nudelsuppe wird mit Staebchen gegessen und gerne lautstark geschluerft.
•In Bahnen und Bussen zahlt man erst beim rausgehen, man zieht einen Zettel mit der Nummer der Station und kann auf der Anzeige verfolgen, was man zahlen muss.
•In den Bahnhoefen zeigen Pfleile auf dem Boden an, wo man hergehen darf. Links und rechtsgeher werden streng getrennt.
•Die Wege zu den U-bahnlinien sind meist sehr weit und man laeuft locker einmal 500m zum naechsten Eingang. Die Ausgaenge sind mit Nummern versehen, die anzeigen wo man am schnellsten sein Ziel erreicht.
•Was bei uns am Telefon oder im TV ein hektisches ja, ja, ja ist bei den Japanern ein hektisches Hai, hai, hai. Hoert sich lustig an.
•In den Ryokans, den japanischen Gaestehaeusern zieht man sich vorher die Schuhe aus und sein Bett bastelt man sich selber auf dem Boden zusammen.
•Mir ist aufgefallen, dass die meisten Frauen huebsche Highheels tragen aber kaum laufen koennen, sie stuetzen sich dann ab und fallen fast hin. Viele Frauen haben richtige Fehlstellungen an den Fuessen!
•Die meisten hatten immer ihren (Sonnen)schirm und ein kleines Handtuch dabei – das habe ich mir seitdem auch angewoehnt.
•Es gibt immer zu jedem Kaffee etc. Wasser und Erfrischungstuecher
•Man kommt schwer an Geld, die Kreditkarte funktioniert meist nur bei den Automaten der Post
Paradise - 19. Sep, 15:44